Als Mutter zweier gefallener Soldaten rief Miriam in ihrer bewegenden Dankesrede zur Versöhnung auf. Sie erinnerte daran, dass Heimat nicht nur in Trauer und unter Tränen gebaut werde. Taten und Opferbereitschaft gehören dazu. Worte, die das Volk berührt haben.
„Ich erinnere mich, wie mein Vater mir jeden Abend von einer Stadt erzählte, die er nie bildhaft gesehen hatte und nur von der Schilderung seiner Vorväter kannte: Jerusalem. Dort wachsen Bäume, die von Milch und Honig triefen und in deren Schatten Löwen und Schafe liegen. Eines Nachts, es war 1963, erzählte mein Vater, dass heute der Messias kommt. Ich fragte, wie ich ihn erkennen kann. Er wird ein offenes Hemd tragen, eine kurze Hose und Sandalen. Und wisst ihr was – ich habe den Messias getroffen. Es war der Bote der Jewish Agency, die uns aus Casablanca (Marokko) nach Jerusalem in Eretz Israel geführt hat. Ich war damals zehn Jahre alt.“
Ihre Familiengeschichte wurde vom Aufbau und der Entwicklung des Staates Israel maßgeblich geprägt. „Ich, die Arme unter den Tüchtigen, freue mich, heute...
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