Um vier Uhr früh verließen wir das Haus, um acht Uhr waren wir am Grenzübergang Taba und 15 Minuten später im Sinai.
Nach Dahab fuhr uns Muhammed. Am Vorabend hatte ich mit ihm am Telefon den Preis ausgehandelt. Muhammed ist Beduine, von denen viele Hebräisch sprechen. Nicht nur die Beduinen, sondern auch die Hitze, das Rote Meer, die Wüste – mit einem Wort: der Vibe – all das wirkte auf mich wie ein einziger Flashback. Erinnerungen an meine Kindheit und Jugendzeit kamen hoch auf dieser Taxifahrt. Wie damals waren wir auch jetzt ohne Klimaanlage unterwegs. Meine Eltern haben mir die Liebe zum Sinai vermittelt, der damals unter israelischer Herrschaft stand. Endlich war ich wieder hier, zusammen mit Anat, Eden und Elad. Ein Traum wurde wahr.
So heiß es auch war, wir haben jeden Moment genossen. Die zahlreichen Checkposten auf der Landstraße in den Süden haben uns nicht gestört, das kennen wir von Israel. Jedes Mal, wenn wir von ägyptischen Soldaten angehalten wurden, meldete unserer Fahrer: „Vier Israelis oder vier Juden im Auto.“ Der Soldat musterte uns dann...
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