Ab Ende nächsten Jahres soll die Anlage 121 Megawatt Strom produzieren, das entspricht einem Hundertstel des israelischen Strombedarfs. Die Kosten werden mit drei Milliarden Schekel veranschlagt.
Derartige Solartürme haben großen Platzbedarf. Der Megalim-Turm ist von 50.000 beweglichen Spiegeln umgeben, die Sonnenstrahlen auf den Kollektor lenken. Die Spiegelanlage wird drahtlos koordiniert. Im Turm entstehen Temperaturen bis 540 Grad Celsius. Damit wird Dampf erzeugt, der eine Turbine antreibt.
Umweltschützer hatten bei ähnlichen Projekten im Ausland kritisiert, dass die Hitze vorbeifliegende Vögel versenge. Eine Untersuchung hat jedoch ergeben, dass solch eine Nebenwirkung minimal sei. Magalim hat trotzdem Maßnahmen gegen dieses Problem ergriffen. Man will mit dem Versprühen von Geruchsstoffen und mit dem Erzeugen von Geräuschen über Lautsprecher Vögel von der Anlage fern halten.
Die israelische Regierung will bis 2020 die Stromversorgung zu 20 Prozent aus erneuerbaren Energien gewährleisten. Magalim und seine Partner sind zwar private Firmen, aber die Regierung hat zugesagt, den Strom der Anlage zu einem Preis abzunehmen, der über dem Marktpreis liegt. Es bleibt abzuwarten, ob das Projekt auf Dauer wirtschaftlich ist.




