Israel

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Arabische Wähler bevorzugen Netanjahu

Einer Umfrage zufolge werden etwas mehr als die Hälfte der israelischen Araber ihre Stimme bei den kommenden Wahlen abgeben.

Araberin wählt
Israelische Araber bei den Wahlen Foto: Miriam Alster/FLASH90

Nur etwas mehr als die Hälfte der arabischen Wahlberechtigten in Israel werden an den Wahlen in der kommenden Woche teilnehmen (56 %). Das ist das Ergebnis einer Meinungsumfrage des Konrad Adenauer Programms für jüdisch-arabische Zusammenarbeit am Moshe Dayan Zentrum der Universität Tel Aviv unter den arabischen Bürgern Israels. Damit wird die Wahlbeteiligung der israelischen Araber über dem historischen Tief bei den vergangenen Wahlen vom 9. April liegen, als nur 49.2 % der arabischen Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben.

Die Umfrageergebnisse zeigen weiter, dass nur 13.3 % der israelischen Araber in der Palästinenserfrage das wichtigste politische Thema sehen. 59.2 % sind der Meinung, dass die Probleme innerhalb der arabischen Gesellschaft am wichtigsten seien, wie Gewalt und Verbrechen, Wirtschaft, Arbeitslosigkeit und Soziales.

Insgesamt gesehen haben die arabischen Bürger Israels eine positive Einstellung gegenüber dem Staat Israel und sind der Meinung, gleichwertig behandelt zu werden. Allerdings fühlen sich nur wenig dem Staat zugehörig.

Die meisten, rund 78 % von denen, die sich an den Wahlen beteiligen werden, unterstützen die Teilnahme einer arabischen Partei oder eines arabischen Abgeordneten an einer Regierungskoalition oder zumindest eine Unterstützung der Regierung von außen. 49 % meinen, dass eine arabische Partei unter den passenden Umständen einer Regierung beitreten sollte. 28.8 % sind gegen eine Regierungsbeteiligung, jedoch für eine Unterstützung von außen. Nur 12.8 % sind gegen eine Beteiligung einer arabischen Partei an einer Regierung oder ihrer Unterstützung.

Immer weniger israelische Araber unterstützen jüdische Parteien, nur etwa 6.1 % der Befragten erklärten, für eine jüdische Partei zu stimmen. Dies kann besonders für die Meretz-Partei, Teil des „Demokratischen Lagers“, sein, die bei den letzten Wahlen nur Dank der arabischen Stimmen die Prozenthürde erreichen konnte und so in die Knesset einziehen konnte.

Dennoch sieht fast ein Viertel der arabischen Öffentlichkeit in Benjamin Netanjahu den richtigen Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, gefolgt vom Vorsitzenden der Gemeinsamen Arabischen Liste Ayman Odeh, Blau-Weiß-Voritzender Benny Gantz und Ehud Barak vom Demokratischen Lager.

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Patrick Callahan

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