In einem internen Untersuchungsbericht über die UNRWA, die Organisation für die palästinensischen Flüchtlinge, der schon vor mehr als einem halben Jahr dem UN-Generalsekretär übergeben wurde, wird die Absetzung der Leitung der Organisation gefordert. Ihnen wird Korruption und Misswirtschaft bei der Ausführung ihrer Position vorgeworfen.
So soll der Leiter der UNRWA, Pierre Krahenbuhl, eine persönliche Beziehung zu einer hochrangigen Beraterin gehabt haben, die von ihm befördert wurde. Dem Untersuchungsbericht zufolge soll Krahenbull auch andere ihm nahestehende Personen in hohe Positionen befördert haben.
Die Untersuchung stellte auch fest, dass der UNRWA-Leiter im Durchschnitt an 28 Tagen im Monat nicht in seinem Büro anwesend war. Wegen dieser und weiteren Untersuchungsergebnissen empfiehlt der Bericht die Entlassung von Krahenbuhl und denen, die von ihm befördert wurden. Dadurch sei das Ansehen der UNRWA geschädigt worden.
Das Untersuchungsergebnis wurde vor mehr als einem halben Jahr an den UN-Generalsekretär übergeben. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, auch in Israel, doch diese hatte keinerlei Folgen. Der UNRWA-Leiter sebst erklärte, er sei bereit, die in der Untersuchung aufgedeckten Fehler zu korrigieren, jedoch würde der Bericht fehlerhafte Daten enthalten.
Der amerikanische Sonderbeauftragte Jason Greenblatt reagierte am Montag in seinem Twitterkonto auf die Veröffentlichung der Untersuchung, wo er schrieb: „Wir sind sehr besorgt über die UNRWA-Vorwürfe. Wir fordern eine umfassende und transparente Untersuchung durch die Vereinten Nationen. Das UNRWA-Modell ist kaputt / nicht nachhaltig und basiert auf einer endlos wachsenden Anzahl von Begünstigten. Palästinenser, die in Flüchtlingslagern leben, verdienen es viel besser.“
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