Promenaden wurden während der victorianischen Epoche beliebt, als man am Strand flanieren wollte, ohne nasse Füße zu bekommen. Als Lord Herbert Samuel, der britische Kommissar für das Mandatsgebiet Palästina, im Jahr 1920 Tel Aviv besuchte, empfahl er der Stadt, aus der Allenbystraße eine Promenade (hebr.: Tajelet) zu machen.
Heute ist vor allem die Shlomo Lahat Tajelet beliebt, besonders in Sommernächten. Man sieht dort Mütter hinter hochmodernen Kinderwagen herjoggen, Fahrradfahrer und Tretroller, die zwischen den Leuten herumflitzen, vollverschleierte Frauen, die in Nike-Schuhen Speed Walking treiben, orthodoxe Familien, sonnengebräunte Surfer, Pärchen, die den Sonnenuntergang betrachten, Mädchen im Bikini, Strandprotze, Katzen, Hunde, Motorräder, Kinder und Clowns.
Der Besuch dieses wahrhaftigen Theaters ist kostenlos, genauso wie die kühle Brise nach Sonnenuntergang, und Tel Aviver lieben es, etwas geschenkt zu bekommen. Man stolziert jedoch nicht nur an der Tajelet umher. Sonntags kann man sich bei einem Pilates-Kurs so richtig ausstrecken, am Mittwoch gibt es eine traditionelle Tanzgruppe...
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