Eliahou Eric Bokobza wurde 1963 in Paris geboren. Seine Eltern waren tunesische Juden. Sie gingen nach Israel, als Eliahou sechs Jahre war. Als Misrachi-Jude, der unter Arabern aufwuchs, sticht er in einer aschkenasisch geprägten israelischen Kunstzene heraus, in der Araber typischerweise als „die Anderen“ betrachtet werden.
Das mag auch der Grund sein, warum Bokobza anders als frühe zionistische Künstler, die die „Einheimischen“ weitgehend ignorierten, sie in seine Werke einbezieht. Das Bild „Die Familie des Zitronenzüchters – Jaffa 1936“ war für die Knesset bestimmt, doch dann gab es Einwände. Man empfand, das Bild verherrliche die Nakba (Niederlage der Araber 1948). Das Werk verschwand im Magazin. Ungeachtet dieser Kränkung wurde Bokobza 2015 vom Kulturministerium geehrt.
Der naive Stil des Künstlers kommt niedlich, unschuldig und in gewisser Weise kindlich daher. Er erlaubt ihm, sich unprovokativ mit kontroversen Themen zu beschäftigen. Trotzdem sehen Kunstkritiker Bokobzas Kunst als eine „neue Barbarei“. Kunstprofessoren wie Neomi Aviv und Noam Segal erblicken darin politisch motivierte, von destruktiver Logik abgeleitete Kunst. In den Augen progressiver Kreise kann „neue Barbarei“ nur aus Ländern wie Israel kommen,...
Werden Sie Mitglied
-
Alle Mitglieder-Inhalte lesen
Zugang zu exklusiven, ausführlichen Berichten aus Israel!
-
Kostenlose Zoom-Veranstaltungen
Verbinden Sie sich mit Israel, direkt von Zuhause aus!
-
Jetzt eine Stimme der Wahrheit und Hoffnung erheben
Unterstützen auch Sie den zionistischen Journalismus in Jerusalem!
Schon Mitglied? Hier anmelden.




