Doch wer hätte gedacht, dass ein Rabbiner sich bei dem religiösen Erziehungsminister Naftali Bennett beschwert, dass ein Geschichtsbuch für die sechste Schulklasse allzu christlich orientiert sei? Rabbi Amital Bareli kritisierte in einem Schreiben an Bennett, dass in dem Schulbuch Jerusalem sehr akzentuiert als christliche Stadt dargestellt werde. Ferner habe Tamar Hayardeni, die Autorin des Lehrbuches, ziemlich oft auf das Neue Testament hingewiesen. Die zitierten neutestamentlichen Bibelstellen informieren über Heilige des Christentums und über die Geburt Jesu. Darüber hinaus stört sich der junge Rabbi daran, dass das Schulbuch eine direkte Verbindung zwischen König David und Jesus feststellt. „Juden glauben, dass der Messias aus dem Hause David kommen wird, und dasselbe glauben auch die Christen“, heißt es im Buch. Bareli forderte den Erziehungsminister auf, den Text daraufhin zu überprüfen, welchen Sinn die christliche Verbindung mit einer nationalen jüdischen Idee zu Jerusalem habe.
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