Dazu mag ein Blick auf die Karte helfen, die das Jerusalem Institute for Israel Studies (JIIS) freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Ostjerusalem, hellgrün dargestellt, besteht vor allem aus arabischen Dörfern, die 1967 annektiert wurden. Dazu gehören Bet Hanina, A Tur und Tsur Baher. Von den 850.000 Einwohnern Jerusalems sind 304.000 Araber, das entspricht 36 Prozent. Das macht Jerusalem nicht nur zur größten jüdischen, sondern auch größten arabischen Stadt Israels. Jerusalem ist doppelt so groß wie Tel Aviv, die zweitgrößte Stadt Israels.
Ein weit verbreiteter Mythos, der aus politischen Gründen in die Welt gesetzt wurde, besagt, dass die demographische Entwicklung im Judenstaat gegen die Juden arbeite. Demnach soll die arabische Bevölkerung in naher Zukunft zahlenmäßig so weit zugenommen haben, dass der jüdische Charakter des Landes gefährdet sei. Das ist das Hauptargument für eine Zwei-Staaten-Lösung. Die Forschung des JIIS zeigt jedoch für Jerusalem das Gegenteil: Die arabische Fruchtbarkeitsrate ist im letzten Jahrzehnt stark gefallen. Heute hat eine arabische Frau in Ostjerusalem durchschnittlich 3,2 Kinder. Beim...
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