Der sagenumwobene Mossadagent führte das achtköpfige israelische Team an, das den Nazi-Endlösungs-Architekten Adolf Eichmann in Argentinien dingfest machte. Auch im Fall Jonathan Pollard hatte er die Hände im Spiel. Am 23. März ist er 92-jährig in Tel Aviv gestorben.
Premierminister Netanjahu nannte ihn in seinem Nachruf „einen der Helden der Geheimdienste Israels“. Als Eitan 1926 im Kibbutz Ein Harod zur Welt kam, herrschte noch das Britische Mandat. Seine Eltern, zionistische Immigranten aus Russland, waren drei Jahre zuvor ins Land gekommen. Eitan schloss sich schon im Alter von 12 Jahren der Hagana an, stieg dann in die Reihen der Eliteeinheit Palmach auf und half, illegale jüdische Flüchtlinge aus Europa ins Land zu schleusen. Berühmt machte ihn zu der Zeit eine Aktion, bei der er das britische Radargerät in die Luft jagte, das auf dem Karmelberg installiert worden war, um illegal einreisende Juden aufzuspüren. Eitan musste dazu durch die Kanalisation kriechen, was ihm zeitlebens den Spitznamen „Rafi der Stinker“ einbrachte. Eine andere gewagte Operation, bei der eine Mine vorzeitig explodierte, ließ ihn fast vollständig ertauben. Er brauchte...
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