Michal Na‘aman wurde 1951 in Tiberias geboren und wuchs im Kibbutz Kineret auf. Sie studierte Kunst an der Beit Berl Hamidrasha-Kunstschule und hat einen Bachelor in Literatur und Kunstgeschichte von der Universität Tel Aviv. 1980 schloss sie ein dreijähriges Studium an der Schule für Visuelle Künste in NewYork ab. Eine erste Ausstellung ihrer Kunst hatte sie 1972 in der Galerie 201 in Tel Aviv. Unter anderem gewann sie den Sandberg-Preis, den Pundak-Preis und den Israel-Preis 2014. „Professor Na‘aman ist eine revolutionäre Künstlerin auf dem Gebiet postkonzeptuellen Malens“ befand das Israel-Preis-Komitee.
Na‘aman‘s Werk charakterisiert sich durch die Nebeneinanderstellung von visuellen Bildern mit meist kurzen hebräischen Texten. Die Harmonie von Quadraten, die viele ihrer Werke ausmachen, ist durch Schichten von Abdeckband kreiert, die manchmal die Farbe aus vorigen Schichten herausquetschen, was den Effekt von Bluten oder Weinen erzeugt. Manchmal entfernt die Abnahme des Abdeckbandes die Farbe insgesamt, wobei nur weiße Quadrate oder Vierecke übrig bleiben. Gern werden von ihr linguistische Nuancen eingefangen, zerlegt und diesen ein neuer Sinn gegeben. „Yamut Hamashiach“ (der Messias soll sterben), ein Wortspiel auf „Yemot...
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