Naher Osten

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USA greifen Iran nach Angriff auf Containerschiff erneut an

Nach einem iranischen Angriff auf ein Containerschiff in der Straße von Hormus führen die Vereinigten Staaten ihre dritte Angriffswelle innerhalb einer Woche durch. Teheran erklärt die Meerenge für geschlossen und greift erneut Ziele in mehreren Golfstaaten an.

Symbolbild: Eine F/A-18E Super Hornet startet vom Flugzeugträger USS Abraham Lincoln während eines Einsatzes im Arabischen Meer. Die US Navy gehört zu den Streitkräften, die derzeit militärisch gegen iranische Ziele vorgehen. Foto: Petty Officer 3rd Class Nathaly Cruz, US Navy, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Vereinigten Staaten haben in der Nacht zum Sonntag erneut iranische Militärziele angegriffen. Nach Angaben des U.S. Central Command (CENTCOM) wurden dabei 140 militärische Ziele getroffen. Es handelte sich um die dritte amerikanische Angriffswelle gegen den Iran innerhalb einer Woche.

Auslöser war nach Angaben des US-Militärs ein Angriff der iranischen Revolutionsgarden auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff GFS Galaxy in der Straße von Hormus. Das Schiff erlitt schwere Schäden im Maschinenraum, geriet in Brand und konnte seine Fahrt nicht fortsetzen. Ein ziviles Besatzungsmitglied wird vermisst.


Die jüngsten US-Angriffe richteten sich nach amerikanischen Angaben gegen Raketen- und Drohnenstellungen sowie weitere militärische Einrichtungen. Ziel der Operation sei es, Irans Fähigkeit einzuschränken, zivile Seeleute und Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth machte deutlich, dass Washington die Angriffe als direkte Reaktion auf das iranische Vorgehen betrachtet. „Iran hat eine schlechte Entscheidung getroffen. Jetzt zahlt es den Preis“, erklärte er.

Video: Aufnahmen des U.S. Central Command zeigen amerikanische Streitkräfte beim Angriff auf iranische Militärziele. Nach Angaben von CENTCOM erfolgten die Einsätze mit Flugzeugen und Marschflugkörpern als Reaktion auf iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus zwischen dem 6. und 11. Juli 2026. Quelle: U.S. Central Command.

Die jüngsten Angriffe knüpfen an die amerikanischen Luftschläge der vergangenen Tage an. Bereits zuvor hatten die Vereinigten Staaten rund 90 iranische Militärziele angegriffen, nachdem US-Präsident Donald Trump die zwischen beiden Staaten vereinbarte Waffenruhe für beendet erklärt und weitere Verhandlungen als „Zeitverschwendung“ bezeichnet hatte. Mit den nun erfolgten Angriffen setzt Washington seinen militärischen Kurs gegenüber Teheran fort.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten unterdessen, die Straße von Hormus sei bis auf Weiteres geschlossen. Eine unabhängige Bestätigung für eine vollständige Sperrung der Meerenge liegt bislang jedoch nicht vor. Nach Angaben der Vereinigten Staaten ist die Durchfahrt internationaler Handelsschiffe weiterhin möglich, wenn auch unter erheblich verschärften Sicherheitsbedingungen.

Auf die jüngsten amerikanischen Luftangriffe folgten iranische Raketen- und Drohnenangriffe auf mehrere Staaten der Golfregion. Betroffen waren Bahrain, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate, in denen amerikanische Truppen und bedeutende US-Militärstützpunkte stationiert sind.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde die Luftabwehr gegen anfliegende Raketen und Drohnen aktiviert. In Bahrain, dem Sitz der 5. US-Flotte, waren Warnsirenen zu hören. Auch Kuwait meldete Abfangmaßnahmen. In Katar wurden Explosionen gemeldet und Sicherheitswarnungen an die Bevölkerung verschickt. Über mögliche Opfer oder größere Schäden lagen zunächst keine vollständigen Angaben vor.

Die Angriffe auf die Golfstaaten sind nicht die ersten seit Beginn der jüngsten Konfrontation. Bereits nach den vorangegangenen amerikanischen Angriffswellen hatte Iran Ziele in Bahrain, Kuwait und Katar angegriffen. Die jüngsten Attacken zeigen, dass Teheran seine militärische Reaktion weiterhin auf amerikanische Militärstützpunkte und Interessen in der gesamten Golfregion ausweitet.

In Jerusalem wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Die Angriffe auf amerikanische Militärstützpunkte in der Golfregion werden als weitere Verschärfung der Konfrontation zwischen Washington und Teheran gesehen. Die wiederholten amerikanischen Angriffe unterstreichen zugleich die Entschlossenheit Washingtons, die Freiheit der internationalen Schifffahrt in der Straße von Hormus auch mit militärischen Mitteln zu sichern.

Mit den gegenseitigen Angriffen setzt sich die Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran fort. Ob die jüngsten Entwicklungen zu einer weiteren militärischen Ausweitung oder zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch führen, bleibt derzeit offen.

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Patrick Callahan

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