Die israelische Armee gab am Samstagabend die Todesmeldung von zwei Soldaten bei separaten Einsätzen im Südlibanon bekannt. Captain Shachar Gamla aus Natur im Golan erlag am Samstag seinen schweren Verletzungen nach einem Angriff mit einer explosiven Drone der Hisbollah. Sergeant Ohad Yaari aus Rehovot kam während einer operativen Tätigkeit im Südlibanon bei einem tödlichen Unfall ums Leben.
Gamla, 24, diente als stellvertretender Kompaniechef in der Eliteeinheit Egoz der Kommandobrigade. Er wurde in der Nacht zum Freitag bei einem Hisbollah-Drone-Angriff schwer verwundet und verstarb am Samstag im Krankenhaus. Der Regionalrat Golan teilte mit großer Trauer mit, dass Gamla tief im Boden des Golan verwurzelt gewesen sei und diese Gemeinschaft sehr geliebt habe. Er war der Sohn von Jischai und Leah und älterer Bruder von Rotem und Nitzan.
Besonders bewegend: Die Familie entschied sich, seine Organe zu spenden und damit anderen Menschen das Leben zu retten. Der Regionalrat sprach der Familie sowie der erweiterten Verwandtschaft in Keshet und der Gemeinschaft in Natur sein Mitgefühl aus. Die Beisetzung von Gamla soll am Sonntag im Moshav Keshet stattfinden.
Sergeant Ohad Yaari, 21, diente im Shaked-Bataillon der Givati-Brigade. Die Armee bestätigte, dass er während einer Operation im Südlibanon tödlich verwundet wurde. Die militärische Untersuchung wird diesen Unfall untersuchen. Yaaris Beisetzung erfolgt am Sonntag um 12:00 Uhr auf dem Militärfriedhof in Rehovot.
Yaari war der Neffe von Jehoschua Sherman, Vater von Jehuda Shmuel Sherman, der etwa zwei Monate zuvor bei einem Terroranschlag im Norden Samarias getötet wurde. Die Stadt Rehovot sprach der Familie Yaari ihr tiefes Mitgefühl aus und rief die Bevölkerung auf, mit israelischen Flaggen am Weg zum Friedhof anzutreten und Yaari letzte Ehre zu erweisen.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu würdigte beide Soldaten als „unter unseren besten Söhnen“ und betonte, ihr Mut und ihr Opfer würden unvergessen bleiben. Er sprach den Familien Gamla und Yaari sein tiefes Mitgefühl aus und sagte: „Möge ihr Andenken eine Segnung sein.“
US-Präsident Trump drängte Netanjahu am 1. Juni in einem schwierigen Telefongespräch, Beirut nicht anzugreifen und die Kämpfe im Südlibanon einzustellen. Seitdem gingen die Angriffe der Hisbollah deutlich zurück. Aber trotz der vierten Gesprächsrunde zwischen Israel, dem Libanon und den USA in Washington am 2. Juni hat die Hisbollah das Abkommen abgelehnt und führt nach wie vor Raketen-, Drohnen- und Explosiv-Drohnen-Angriffe durch – nur mit geringerer Intensität.




