In der Nacht zum Montag hat die Hisbollah erneut israelische Soldaten im Südlibanon mit einer Drohne angegriffen. Staff-Sergeant Adam Tzarfati aus Rosch HaAyin bezahlte den Einsatz mit seinem Leben – er wurde nur 20 Jahre alt.
Der Angriff ereignete sich gegen 1 Uhr nachts, als eine explosive Drohne der Hisbollah den Standort traf, an dem Kräfte des Golani-Brigaden-Kampfverbands im Einsatz waren. Tzarfati diente als Kämpfer in der Maglan-Einheit der Kommandobrigade – einer Spezialeinheit, die auf Operationen hinter feindlichen Linien spezialisiert ist. Ein weiterer Soldat wurde schwer verletzt, zwei weitere erlitten leichte Verletzungen. Alle Verwundeten wurden per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
We mourn the loss of Staff Sergeant Adam Tsarfati, 20, from Rosh Haayin, a combat soldier in the Maglan Unit, Commando Brigade, who fell during combat in southern Lebanon.
Our hearts are with his family and loved ones.
🕯️ May his memory be a blessing. pic.twitter.com/He26hVgrba— Israel Foreign Ministry (@IsraelMFA) June 1, 2026
Waffenstillstand nur auf dem Papier
Tzarfati fiel nur einen Tag nach Staff-Sergeant Michael Tyukin (21) aus Aschkelon, der in der Nacht zum Sonntag ebenfalls durch eine Hisbollah-Drohne getötet worden war. Tyukin diente im Aufklärungsbataillon 846 der Givati-Brigade – gegen 22:30 Uhr traf eine Sprengstoffdrohne seinen Einsatzort im Südlibanon. Vier weitere Soldaten wurden dabei leicht verletzt.
Schon in den Tagen zuvor hatte die Hisbollah zugeschlagen: Am 24. Mai wurde Sergeant Nehoray Leizer (19) aus Eilat im Gebiet Bint Dschbeil getötet. Am 28. Mai fiel Sergeant Rotem Yanai (20) aus Givat Ada – eine Drohne traf das Militärgelände bei Moshav Schomera, als sie gerade in den Schutzraum lief.
Mit Tzarfati ist nun der 14. israelische Soldat seit Inkrafttreten der Waffenruhe im April gefallen – und insgesamt der 951. Gefallene seit dem 7. Oktober 2023.
Tzarfati stammte aus Rosch HaAyin, einer Stadt im Großraum Tel Aviv. Er hatte sich für die anspruchsvolle Maglan-Einheit qualifiziert – eines der härtesten Auswahlverfahren in der israelischen Armee. Seine Familie wurde von der Armee benachrichtigt. Weitere Details zu Begräbnis und Trauerfeier wurden zunächst nicht bekannt gegeben.




