Die israelische Armee setzt ihre gezielten Operationen im Gazastreifen fort – auch unter den Bedingungen einer fragilen Waffenruhe. Nach jüngsten Angaben der IDF wurden mehrere Terror-Tunnel zerstört und zahlreiche Terroristen ausgeschaltet.
Insgesamt acht Terror-Tunnel wurden von Reservisten der 205. Brigade in den vergangenen zwei Monaten im nördlichen Gazastreifen gesprengt. Die Soldaten arbeiteten dabei eng mit der Kampfingenieureinheit Yahalom zusammen, die auf die Ortung und Zerstörung unterirdischer Strukturen spezialisiert ist. Für viele der Reservisten war es bereits der sechste Kriegseinsatz seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023.
Die Operationen konzentrierten sich auf Gebiete entlang der sogenannten Gelben Linie – der Demarkationslinie zwischen israelisch kontrollierten und von der Hamas dominierten Gebieten. Das unterirdische Netzwerk der Hamas dient nicht nur dem Waffenschmuggel, sondern auch als Rückzugsort für Kämpfer und als Kommandozentralen. Seit Kriegsbeginn hat Israel Hunderte Kilometer an Tunneln freigelegt und zerstört – dennoch werden immer wieder neue Tunnelabschnitte entdeckt.
Direkte Konfrontationen an der Gelben Linie
Parallel zu den Tunneloperationen kam es zu gefährlichen Begegnungen am Boden: Am Samstag überquerten mehrere bewaffnete Männer die Gelbe Linie im Süden Gazas und näherten sich israelischen Soldaten – mindestens drei Terroristen wurden getötet. Auch am Sonntag erschossen Soldaten einen Terroristen, der sich einer israelischen Stellung näherte und als unmittelbare Bedrohung eingestuft wurde.
Waffenruhe mit begrenzter Wirkung
Trotz einer offiziell bestehenden Waffenruhe bleibt die Lage angespannt. Die 205. Brigade wird nun abgezogen; die 14. Brigade übernimmt das Einsatzgebiet und soll die laufenden Operationen fortsetzen. Die Waffenruhe bedeutet keinen vollständigen Stillstand – sondern eine Phase, in der Israel weiterhin gezielt gegen die militärische Infrastruktur der Hamas vorgeht und deren Fähigkeiten systematisch schwächt.




