In einer groß angelegten Operation hat die israelische Polizei mehrere Mitglieder des arabischen Hariri-Clans festgenommen. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, systematisch Schutzgelder erpresst und dabei auch Sprengstoff eingesetzt zu haben.
Nach Angaben der Polizei wurden in einer frühen Morgenrazzia rund ein Dutzend Mitglieder der Organisation festgenommen, darunter auch ein hochrangiger Funktionär, der als „Schlichter der Unterwelt“ bezeichnet wird.
Die Ermittler werfen den Verdächtigen vor, Bewohner in Samaria massiv unter Druck gesetzt zu haben. Sie sollen „Zahlungen in Höhe von Millionen Schekel“ erzwungen haben – häufig unter Drohungen gegen die Opfer und deren Familien.
Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass dabei auch Sprengsätze eingesetzt wurden, um Angst zu verbreiten und den Druck zu erhöhen.
Erpressung mit Gewalt und Sprengstoff
Die Polizei beschreibt das Vorgehen der Gruppe als systematisch und brutal. Die Verdächtigen hätten ihre Opfer bedroht, eingeschüchtert und teilweise mit Gewalt zur Zahlung gezwungen.
In einer Erklärung hieß es, die Organisation habe „Drohungen, Gewalt, Schüsse und das Werfen von Sprengkörpern“ eingesetzt.
Bei den Razzien durchsuchten Sicherheitskräfte mehrere Orte, darunter Städte wie Umm al-Fahm, Taybeh und Nablus. Dabei wurden Waffen, Drogen, Bargeld und Fahrzeuge sichergestellt.
Die Operation war Teil einer monatelangen verdeckten Ermittlung. Bereits zuvor waren Mitglieder der Gruppe wegen ähnlicher Delikte ins Visier der Behörden geraten.
Verbindungen zu Terror und klare Warnung der Polizei
Besonders brisant sind Hinweise auf mögliche Verbindungen zwischen organisierter Kriminalität und terroristischen Strukturen. Die Polizei warnte ausdrücklich davor, dass solche Gruppen versuchen könnten, sich in Judäa und Samaria festzusetzen.
Der Kommandeur des zuständigen Bezirks, Moshe Pinchi, erklärte: „Wir werden nicht zulassen, dass kriminelle Organisationen mit Terrorgruppen kooperieren … Jeder solche Versuch wird mit einer kompromisslosen Antwort beantwortet.“
Auch andere Ermittler betonten, dass es sich um einen bedeutenden Schlag gegen eine der größten kriminellen Organisationen des Landes handle.
Der arabische Hariri-Clan wird seit längerem mit einer Vielzahl schwerer Verbrechen in Verbindung gebracht – darunter Erpressung, Gewaltverbrechen und organisierte Schutzgeldsysteme.




