Eine Meldung über eine Entschädigungszahlung der BBC an eine israelische Familie hätte kaum Aufmerksamkeit verdient – wäre sie nicht Ausdruck eines viel größeren Problems.
Dass ein öffentlich-rechtlicher Sender dafür zahlt, ein zerstörtes Wohnhaus nach dem 7. Oktober ohne Zustimmung der Betroffenen gefilmt zu haben, ist kein Randthema. Es ist ein Symptom.
Für mich steht dieser Fall nicht nur für ein journalistisches Fehlverhalten, sondern für ein strukturelles Problem, das viele Israelis seit Jahren wahrnehmen – oft leise, manchmal offen. Die Entscheidung der BBC, eine israelische Familie zu entschädigen, nachdem ein Kamerateam ohne Erlaubnis ihr zerstörtes Haus gefilmt hatte, ist mehr als eine juristische Einigung. Sie ist ein Eingeständnis.
Die betroffene Familie lebte im Grenzort Netiv HaAsara, direkt an der Grenze zum Gazastreifen. Am Morgen des 7. Oktober 2023 versuchten Hamas-Terroristen, sie zu ermorden. Sie überlebten nur knapp. In den Stunden und Tagen danach war an Normalität nicht zu denken: Evakuierung, Schock, Ungewissheit über das Schicksal von...
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