Ein Bericht der in Genf ansässigen Organisation U.N. Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA). Demnach hat die Organisation über Jahre hinweg führende Hamas-Mitglieder als Direktoren und Lehrer in ihren Schulen beschäftigt und damit das Bildungssystem zu einer Brutstätte des Hasses gemacht.
„UNRWAs Klassenzimmer sind von der Hamas gekapert und in Brutstätten des Hasses verwandelt worden“, sagte Hillel Neuer, Direktor von U.N. Watch, bei der Vorstellung der Untersuchung. Regierungen in aller Welt hätten im Glauben, in Frieden und Toleranz zu investieren, Milliardensummen an UNRWA überwiesen – tatsächlich jedoch hätten sie damit indirekt Terror finanziert.
Der Bericht mit dem Titel „Schools in the Grip of Terror: How UNRWA Allowed Hamas Chiefs to Control Its Education System“ bestätigt weitgehend die Einschätzungen des israelischen Geheimdienstes: In über 60 UNRWA-Institutionen im Gazastreifen seien mehr als 15 Prozent der leitenden Pädagogen Mitglieder von Hamas oder Palästinensischem Islamischem Dschihad.
Von den rund 30.000 UNRWA-Mitarbeitern seien über 99 Prozent lokale Palästinenser, nur 120 seien internationale Angestellte. Diese hätten jedoch kaum Einfluss auf die Praxis vor Ort, so der Bericht. Stattdessen kontrollierten lokale Hamas-Funktionäre das Personal, die Gewerkschaften, die Lehrpläne und letztlich die gesamte Ausrichtung der Schulen.
Das Papier verweist auch auf konkrete Fälle: So wurde der damalige Leiter des UNRWA-Büros in Gaza, Matthias Schmale, 2021 innerhalb von zehn Tagen seines Postens enthoben, nachdem er sich in einem Interview vorsichtig positiv über Israel geäußert hatte. Den Ausschlag für seine Entlassung gaben nachweislich Gewerkschaftsfunktionäre, die zugleich Hamas-Mitglieder waren. Andere hochrangige Hamas-Vertreter wie Suhail al-Hindi behielten hingegen ihre UNRWA-Posten über Jahre hinweg, obwohl sie öffentlich mit Hamas-Führern auftraten.
Laut U.N. Watch trägt UNRWA seit seiner Gründung vor 75 Jahren zu einer Atmosphäre bei, die Terror verherrlicht, statt junge Palästinenser auf Frieden, Toleranz und universelle Menschenrechte vorzubereiten. „Statt Kinder zu bilden, werden sie denjenigen überlassen, die Selbstmordattentäter verherrlichen, Kindersoldaten rekrutieren und zur Vernichtung eines UN-Mitgliedstaates aufrufen“, heißt es im Bericht.
Besonders brisant: Einige der berüchtigtsten Terroristen der palästinensischen Geschichte sind Produkte des UNRWA-Schulsystems, darunter die Attentäter des Olympia-Massakers von München 1972 oder Mohammed Deif, der getötete Hamas-Militärchef und Drahtzieher des Massakers vom 7. Oktober 2023.
Damit wächst der internationale Druck auf die westlichen Geldgeber von UNRWA, die jährlich rund eine Milliarde Dollar in das System pumpen. Ob sie ihre Politik angesichts dieser Enthüllungen überdenken, bleibt abzuwarten.





Es war mir immer klar, dass sich Israel die Zusammenhänge zwischen UNRWA und Hamas nicht aus den Fingern gesaugt hat. Und Hillel Neuer den ich in kleinem Kreis selber kennen gelernt habe, macht eine top seriöse Arbeit und geht den Dingen auf den Grund. Dennoch, alles was in dieser Hinsicht von Israel oder von UN-Watch kommt, wird weder von der UNO, noch von den Medien ernst genommen, sondern schlicht abgestritten, wenn nicht gar ignoriert.