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MitgliederVom Traum der Linken zur Realität der Rechten

Der politische Rechtsruck in westlichen Demokratien ist kein lokal begrenztes Phänomen. Er ist Ausdruck einer tiefen gesellschaftlichen, kulturellen und geistlichen Krise.

Die israelische Polizei versucht, rechtsgerichtete Demonstranten, die gegen die Osloer Abkommen protestieren, daran zu hindern, auf das Auto des Ministerpräsidenten Rabin zu springen, Oktober 1995. Foto: Flash90

In Europa speist sich der Rechtsruck vor allem aus Sorgen vor Migration, Islamisierung und einem gefühlten Identitätsverlust. Parteien wie die AfD in Deutschland, Rassemblement National in Frankreich oder Geert Wilders PVV in den Niederlanden setzen auf nationale Souveränität, Abschottung und ein klares „Wir und Sie“. Der demographische Wandel in Europa macht vielen Angst, und in Not sehnen sich Menschen nach greifbarer Sicherheit. Der Rechtsruck in Europa und Israel ist nicht nur ein politisches, sondern auch ein geistliches Signal. Er stellt uns vor tiefgehende Fragen: Was bedeutet Verantwortung in der Politik? Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Selbstbehauptung und moralisierender Selbstgerechtigkeit? Es braucht biblische Orientierung in polarisierten Zeiten. „Weder zur Rechten noch zur Linken abweichen“ fordert die Bibel. Was bedeutet dieser uralte Rat in unserer Krise?

 

 SICHERHEITSBEDÜRFNIS

In Israel hat der Rechtsruck seine eigene Wurzel. Hier dominiert das Sicherheitsbedürfnis. Angesichts von Terror, regionalen Bedrohungen und der ungelösten Palästinenserfrage prägen religiös-nationalistische Parteien den Diskurs mit einer Vision, die den jüdischen Charakter des Staates bewahren will. Israels Konflikt mit den...

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Vom Traum der Linken zur Realität der Rechten”

  1. Roland Kunz sagt:

    Ein sehr guter Beitrag. Aber: den Begriff Rechtsruck hängt mit echt zum Hals raus, denn er trifft einfach nicht zu. Es stimmt zwar, dass die Bürger Europas zunehmend die kursbestimmende linke Politik der letzten Jahrzehnte satthaben und daher tendenziell Abgeordnete aus dem rechten Lager wählen. Aber das schlägt nicht bis in die jeweiligen Regierungen durch. Deutschland – die einstige Lokomotive Europas, heute bald ein Eselkarren – hat vom Wähler den Auftrag erhalten zur Bildung einer Mitte-Rechts Regierung, aber der Bürger hat Mitte-Links gekriegt. Ein schallender Schlag ins Gesicht des Volkes. In der Schweiz haben wir von 7 Bundesräten 4 Bürgerliche und das Parlament ist mehrheitlich Mitte-Rechts, aber das Resultat der politischen Geschäfte ist links.
    Und warum ist das so? Die 68-er – Urheber der Vorläufer von Genderwahn, Wokeismus und und anderer Abartigkeiten – haben den Marsch durch die Institutionen angekündigt und sie haben Wort gehalten. Heute sind Verwaltungen, Medien, Schulen, Kunstszene bis hin zu den Kirchen durchdrungen von der Ideologie der 68-er und deren zweifelhaften Weiterentwicklung zum noch schlechteren. Trump hat nicht umsonst mit Kündigungswellen versucht den Deep-State zu bekämpfen.

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