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Studie: 90 % der Berichte über „Gewalt“ durch Juden in Judäa und Samaria waren gefälscht

Der Bericht untersuchte UN-Daten aus dem Zeitraum von Januar 2016 bis April 2023.

Judäa und Samaria
Eine Protestkundgebung nahe der palästinensischen Stadt Qalqilya in Samaria, 9. Juni 2022. Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90.

(JNS) Ein neuer Bericht der israelischen NGO Regavim, der am Sonntag veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass rund 90 % der Vorfälle von „Gewalt“, die in den vergangenen Jahren von den Vereinten Nationen Juden in Judäa und Samaria zugeschrieben wurden, erfunden waren.

Der 128 Seiten umfassende Bericht auf Englisch mit dem Titel False Flags and Real Agendas“ („Falsche Flaggen und wahre Absichten“) untersuchte eine von der UN-Organisation für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) geführte Datenbank. Diese behauptet, Tausende mutmaßlicher Fälle von sogenannter „Siedlergewalt“ israelischer Juden gegen palästinensische Araber zwischen Januar 2016 und April 2023 dokumentiert zu haben.

Eine Analyse der von den Vereinten Nationen erfassten 6.285 Vorfälle zeigte, dass etwa 90 % der angeblichen Taten nicht im umstrittenen Gebiet Judäa und Samaria stattfanden, sondern in Ostjerusalem — oder dass es sich um völlig friedliche Handlungen handelte, wie Besuche israelischer Juden auf dem Tempelberg, der heiligsten Stätte des Judentums, sowie um legale Aktivitäten wie Wanderungen oder Infrastrukturarbeiten.

Wurden nur die verifizierten Fälle körperlicher Gewalt israelischer Juden gegen Palästinenser betrachtet, schrumpfte die Liste auf lediglich 833 Fälle über einen Zeitraum von siebeneinhalb Jahren — durchschnittlich weniger als zehn Vorfälle pro Monat, so Regavim.

Darüber hinaus ergab die Studie, dass viele dieser bestätigten Fälle falsch klassifiziert waren oder von palästinensischen und ausländischen linken Aktivistengruppen als anti-israelische Provokationen inszeniert wurden.

Bei der Untersuchung stellte sich zudem heraus, dass „es sich bei vielen dieser Vorfälle nicht um Siedlergewalt handelt, sondern umgekehrt um Terroranschläge von Arabern auf Siedler, die mit der Verletzung oder Tötung des Angreifers endeten“, heißt es in dem Bericht.

Regavim erklärte, der Begriff „Siedlergewalt“ werde von internationalen Organisationen, Medien und linken Aktivisten benutzt, um eine falsche moralische Gleichsetzung zwischen der israelischen Präsenz in Judäa und Samaria und dem palästinensischen Terrorismus herzustellen.

„Seit Jahren hören wir von einem ‘ernsten Phänomen’ der Siedlergewalt, aber die Daten, die dies belegen sollen, wurden uns nie präsentiert“, sagte Meir Deutsch, Generaldirektor von Regavim, in einer Stellungnahme.

„Nachdem diese falsche Erzählung jahrelang unwidersprochen geblieben ist, präsentiert Regavim nun die Fakten. Sie müssen in Israel und weltweit gesehen, gehört und verinnerlicht werden“, so Deutsch weiter.

Die israelischen Streitkräfte (IDF) registrierten im vergangenen Jahr 663 Fälle von Gewalt durch Juden gegen Palästinenser in Judäa und Samaria — ein Rückgang um 34 % im Vergleich zu 2023, als die IDF 1.005 Vorfälle verzeichnete.

Gleichzeitig registrierte Jerusalem im Jahr 2024 Tausende palästinensische Terroranschläge auf Juden, viele davon auch in Judäa und Samaria.

Laut Zahlen der NGO Rescuers Without Borders (Hatzalah Judäa und Samaria) griffen palästinensische Terroristen im vergangenen Jahr israelische Juden in Judäa und Samaria mindestens 6.343-mal an.

Im Jahr 2024 wurden in Judäa und Samaria 27 Israelis ermordet und mehr als 300 weitere verletzt, wie die Organisation in ihrem Jahresbericht mitteilte.

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Patrick Callahan

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