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Bundespräsident Steinmeier besucht mit Herzog den Kibbutz Be’eri

Gemeinsamer Besuch der Präsidenten unterstreicht Solidarität, Erinnerung und Hoffnung – 585 Tage nach dem Massaker der Hamas.

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht zusammen mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog am 14. Mai 2025 den Kibbuz Be'eri. Foto: Kobi Gideon/GPO.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Israels Präsident Isaac Herzog besuchten gestern (14. Mai 2025) gemeinsam den Kibbutz Be’eri im Süden Israels – zum zweiten Mal seit dem verheerenden Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023. Der Besuch fand im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel statt und stand ganz im Zeichen der Solidarität mit den Überlebenden, des Gedenkens an die Opfer und der Hoffnung auf Erneuerung.

„585 Tage nach dem Massaker sind noch immer Geiseln in den Händen der Hamas, darunter auch deutsche Staatsbürger“, erklärte Steinmeier. „Deutschland wird sie nicht vergessen, und ich werde sie nicht vergessen. Unsere Stimme wird nicht schweigen, solange sie nicht zurückgekehrt sind.“

Der Kibbutz Be’eri, einst ein blühendes landwirtschaftliches Kollektiv nahe der Grenze zum Gazastreifen, verlor bei dem Angriff über 100 seiner rund 1.100 Bewohner – fast zehn Prozent der Gemeinschaft. Weitere 30 Menschen wurden verschleppt.

Steinmeier erinnerte an seinen ersten Besuch kurz nach dem Massaker: „Was wir damals sahen, wird uns nie aus dem Gedächtnis gehen: zerstörte Häuser, verbrannte Bäume, verstreute Alltagsgegenstände – das Grauen, das Leid.“ Doch er betonte auch den ungebrochenen Willen der Gemeinschaft, wieder aufzubauen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Kibbuz Be’eri. Foto: Kobi Gideon/GPO.

Ein zentrales Symbol dieses Wiederaufbaus ist die Be’eri-Galerie, ein kulturelles Zentrum, das beim Angriff zerstört wurde. Deutschland unterstützt maßgeblich den Wiederaufbau der Galerie, deren Pläne während des Besuchs vorgestellt wurden. Steinmeier bezeichnete die Galerie als „ein sichtbares Zeichen unseres Widerstands gegen Gewalt“.

Präsident Herzog hob die Bedeutung des Besuchs hervor: „Für mich ist dieses Ereignis voller Symbolik. Achtzig Jahre nach der Schoah, sechzig Jahre nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen, stehen wir hier und schaffen gemeinsam neues Leben mit dieser unglaublichen Gemeinschaft von Be’eri.“

Der Besuch endete mit dem gemeinsamen Pflanzen eines Baumes – ein Zeichen der Hoffnung und des Neubeginns für die Gemeinde.


Am Vorabend hatte Herzog Steinmeier in Jerusalem mit der höchsten zivilen Auszeichnung Israels, der „Presidential Medal of Honor“, geehrt. Zuvor hatte Herzog Deutschland besucht, wo beide Präsidenten gemeinsam die Gedenkstätte „Gleis 17“ in Berlin-Grunewald besuchten – einen historischen Ort der Deportation während der Schoah.

Foto: Kobi Gideon/GPO.

Während seines Aufenthalts in Israel traf sich Steinmeier auch mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

 

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Bundespräsident Steinmeier besucht mit Herzog den Kibbutz Be’eri”

  1. Günter Schlag sagt:

    Steinmeier zu den noch entführten Geiseln: „Deutschland wird sie nicht vergessen, und ich werde sie nicht vergessen. Unsere Stimme wird nicht schweigen, solange sie nicht zurückgekehrt sind.“ Nicht vergessen – das ist unterster Level der Solidartät. Ab und zu wird noch die deutsche Staatsräson hervorgekramt. Hier versteckt die Steinmeier wieder mal verschämt. Was tat er konkret für die Freilassung der Geiseln? Als Freund der Palästinenser könnte er ja mal versuchen, in den Gazastreifen zu fahren und Geiseln zu besuchen.

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