Rechtzeitig zum Purimfest, das am heutigen Donnerstagabend beginnt, hat die Militärrabbinerabteilung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) eine riesige Menge an Hamantaschen an Armeestützpunkte im ganzen Land geliefert.
Rund 460.000 dieser traditionellen Purim-Gebäcke mit den Füllungen Schokolade, Mohn und Datteln wurden an die Soldaten verteilt. Um auch spezielle Ernährungsbedürfnisse zu berücksichtigen, gibt es zudem vegane und glutenfreie Varianten. Zusätzlich wurden etwa 5.000 Purim-Geschenkkörbe (Mishloach Manot) an verschiedene Einheiten ausgegeben.
Neben den kulinarischen Genüssen sorgt die Armee dafür, dass die religiösen Pflichten des Festes eingehalten werden können. So wurden 125.000 Exemplare der Megillat Esther, der biblischen Esther-Rolle, an die Truppen verteilt. Darüber hinaus erhielten die Soldaten mehr als 2.000 handgeschriebene Pergamentrollen mit der Erzählung über die Rettung des jüdischen Volkes im Persischen Reich. Um die religiösen Gesetze und Bräuche von Purim besser zu verstehen, wurden 8.000 Bücher mit den entsprechenden Halachot an die Soldaten ausgegeben.
Purim erinnert an die wundersame Errettung der Juden im Persischen Reich des 5. Jahrhunderts v. Chr. Der böse Ratgeber des Königs, Haman der Agagiter, plante die Vernichtung der jüdischen Gemeinschaft, doch durch eine Reihe unerwarteter Wendungen wurde er schließlich an dem Galgen gehängt, den er für Mordechai, den jüdischen Anführer, hatte errichten lassen.
Laut jüdischem Gesetz wird Purim in den meisten Orten am 14. Adar gefeiert, was dieses Jahr auf den 13. und 14. März fällt. Doch in Städten, die zur Zeit Josuas von einer Stadtmauer umgeben waren, darunter Jerusalem, findet die Feier einen Tag später statt. Unsicherheiten gibt es jedoch hinsichtlich der genauen Halacha in Städten wie Gaza, Hebron, Nablus, Jaffa, Haifa, Safed, Tiberias, Lod und Akko.
Im vergangenen Jahr entschied der damalige sephardische Oberrabbiner Yitzchak Yosef, dass jüdische Soldaten, die in Gaza stationiert sind, Purim am 14. Adar feiern sollen. Er begründete dies damit, dass das Gebiet heute in den Händen der Hamas-Terrororganisation sei, die als „Feinde Israels aus den Nachkommen Ismaels“ bezeichnet wurde.
Trotz der Herausforderungen, die der Dienst mit sich bringt, sorgt die IDF dafür, dass die Soldaten das Purimfest gebührend feiern können.




