Am Montag kam es im israelischen Militärgefängnis Sde Teiman zu Unruhen, nachdem Militärpolizisten neun Soldaten der Reserve festgenommen hatten, die als Wachen für Hamas-Terroristen im Rahmen einer Untersuchung wegen angeblicher Misshandlung eines Gefangenen eingesetzt worden waren.
Als Militärpolizisten auf Anweisung der Militärstaatsanwältin Generalmajor Yifat Tomer-Yerushalmi das Gefängnis Sde Teiman in der Negev-Wüste stürmten, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.
„Aufgrund des Verdachts auf schwere Misshandlung eines Häftlings in der Haftanstalt wurde auf Anordnung der Militärstaatsanwaltschaft eine Untersuchung durch die Militärpolizei eingeleitet“, teilte die IDF mit.
Ein Terrorist wurde mit Prellungen am Gesäß von der Militärpolizei ins Soroka Medical Center in Be’er Sheva gebracht, berichtet Israel Hayom.
מהומה בבסיס שדה תימן, לאחר שבבסיס שבו מוחזקים מחבלים הגיע צוות חוקרי מצח ועצר חיילים בחשד להתעללות במחבל. כמה מהחיילים הבהירו למפקדים שלהם שהם ״יעשו יד אחת, נגד הדבר הזה שצהל נלחם בחיילים שלו״, כהגדרתם.
דובר צהל: בעקבות חשד להתעללות חמורה בעצור אשר הוחזק במתקן הכליאה בשדה תימן,… pic.twitter.com/z8F0qwVXdB— almog boker (@bokeralmog) July 29, 2024
Der Bericht zitiert die Aussage eines Soldaten, der bei der Razzia dabei war: „Ich veröffentliche dies mit Tränen der Wut und Frustration – die IDF gegen IDF-Soldaten. Die Militärpolizei, die Masken trug, kam, um die Hundertschaft von Kämpfern zu verhaften, die die Nukhba-Terroristen bewachten, entwaffnete sie, nahm ihnen ihre Handys weg und verhaftete sie mit Gewalt und Tränengas“.
Die Reservistenbewegung „Dor HaNizachon“ (Generation des Sieges) kündigte daraufhin an, dass Hunderte von Soldaten auf dem Weg nach Sde Teiman seien und den Eingang des Stützpunktes blockieren würden, um „dieser Schande ein Ende zu setzen“.
Auch der Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, der die Partei Otzma Yehudit anführt, begab sich zum Stützpunkt im Süden, um sich den Protesten anzuschließen. „Militärstaatsanwalt, Hände weg von den Reservisten“, twitterte Ben-Gvir.
Siehe auch: Hunderte unterstützen Verdächtige des Mordes an Terroristen
In den sozialen Medien tauchten Videos auf, die zeigten, wie Aktivisten und rechtsgerichtete Abgeordnete den Zaun des Militärgefängnisses durchbrachen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Ausschreitungen und forderte in einer Erklärung eine „sofortige Beruhigung der Gemüter in Sde Teiman“.
Präsident Isaac Herzog twitterte: „Das Eindringen von Zivilisten in einen Militärstützpunkt – insbesondere wenn es mit Unterstützung und Beteiligung gewählter Beamter geschieht – ist eine ernste, gefährliche, illegale und unverantwortliche Handlung, die in erster Linie uns als Volk und als Land schadet“.
המפגינים פרצו את שער הבסיס בשדה תימן. וכעת מפגינים בבסיס וקוראים מוות למחבלים. מוות לבית משפט! pic.twitter.com/fa8w0045o0
— ilana curiel (@ilanacuriel) July 29, 2024
Der Vorsitzende des Knesset-Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung, Yuli Edelstein (Likud), kündigte an, dass er am Dienstag eine Dringlichkeitssitzung einberufen werde, um die Entscheidung zur Inhaftierung der Soldaten in Sde Teiman zu diskutieren.
„Ich werde mich nicht an Szenen wie heute auf dem Stützpunkt in Sde Teiman beteiligen“, sagte Edelstein. „Eine Situation, in der maskierte Militärpolizisten einen IDF-Stützpunkt angreifen, ist für mich inakzeptabel, und ich werde nicht zulassen, dass sich so etwas wiederholt. Unsere Soldaten sind keine Kriminellen und diese verachtenswerte Verfolgung unserer Soldaten ist für mich inakzeptabel“.
(JNS)





Wo waren diese maskirten Militärpolizisten am 07. Oktober 2023 ???
Ist das der Beweis eines Rechtsstaates ? Ich empfinde das vor dem Hintergrund des Terrors den die Hamas und Konsorten verbreiten als eine bodenlose Dummheit, die diejenigen verhöhnt, die für ihr Land auch ihr Leben geben würden. Macht mal weiter so !!!!!
Warum sind diese maskierten Militärpolizisten nicht in Gaza in der kämpfenden Truppe? Zu feig? Zu feig!!!
Selbstverständlich muss den Vorwürfen nachgegangen werden. Aber die Art und Weise wie dies hier geschehen ist, grenzt schon nahe an einer Vorverurteilung. Hier hat der inhaftierte Terrorist einen grandiosen Punktsieg errungen.
Die Aussage eines einzelnen Terroristen kann unmöglich zu solchem Verhalten führen. Es ist Allgemeingut, dass palästinensische Verbrecher und Mörder alle möglichen Vorwürfe konstruieren, wenn sie glauben, damit Verwirrung stiften zu können. Sie wissen um diese „Schwachpunkte“ eines Rechtsstaates im Kampf gegen Ihresgleichen. Sie wissen, dass in Israel (zum Glück!) Folter eben nicht erlaubt ist, wo sie hingegen nicht die geringsten Hemmungen haben, diese anzuwenden. Und das nutzen sie aus.
Wieder eine Geschichte die zeigt, wie einzigartig Israel ist. Kein Land der Welt würde so gegen die eigenen Soldaten vorgehen! Mit so einem Volk wird es Gott nie langweilig. Eine echte lebendige Demokratie mit allen menschlichen Facetten, seien sie schlau oder dumm. Ich drücke dem Land alle Daumen.