Der Komiker und Schauspieler Dieter Hallervorden und Diether Dehm, Liedermacher und ehemaliger Bundestagsabgeordneter der Linken, den die Stasi auch als „Inoffiziellen Mitarbeiter“ führte“, leisten ihren umstrittenen Beitrag zum Krieg in Israel. Es handelt sich bei weitem nicht um das erste Gedicht zu Gaza seit dem 7. Oktober 2023, aber wahrscheinlich um das erste in deutscher Sprache, welches eine so große Aufmerksamkeit findet. Die Wiederholung des Titels zu „Gaza Gaza“ mag hinsichtlich einer zukünftigen Verwechselungsgefahr mit Gedichten gleichen Namens vorbeugende Wirkung haben. So oder so wird sich diese Darbietung medienwirksam in das kollektive Gedächtnis einbrennen. Heinz Erhardt selig hat sich mit seinen Reimen einst humorvollen Dingen gewidmet. Und er reimte weit besser.
Es ist eine tiefgreifend emotionale Angelegenheit sich den 3:02 Minuten langen Beitrag anzusehen und anzuhören, vor allem aufgrund der visuellen Inszenierung mit solchen Bildern und dieser musikalischen Untermalung. Es werden politische Propagandavideos der Hamas eingeblendet und unter anderem gängige Klischees vom kindermordenden Israel und des Vorwurfs der Apartheid bedient. Das Ganze gipfelt in einer rhetorischen Frage, die ohne Zweifel den Staat Israel des Völkermordes bezichtigt. Starker Tobak. Und doch wirkt Dieter Hallervorden in seinem Auftreten ebenso wie eine Parodie seiner selbst. Es ist eine Darbietung, wie sich rasch gezeigt hat, die nicht allein spaltet, sondern erneut die Frage danach aufwirft, wie gefährlich verzerrt und gefärbt die Sicht aus dem Ausland auf das Land Israel ist.
Um sich der Thematik sachlich zu nähern, steht hier eine neutrale Transkription des Dargebotenen voran, ohne Musik und ohne Bilder und ohne Inszenierung. Das Video selbst kann hier weiter unten angesehen werden.
Vorrede Dieter Hallervorden:
»Vor dem gleich folgenden Gedicht ›Gaza Gaza‹ möchte ich eines unmissverständlich klarstellen:
Natürlich verurteile auch ich den Terror von Hamas, aber ersehnen [?]* wir [?]* trotzdem, trotz alledem gleichzeitig eine neue Friedenschance für eine Zwei-Staaten-Lösung.
Damit man miteinander sprechen kann, braucht man ein Schweigen der Waffen und die sofortige Freilassung aller Geißeln.
Ich weiß aber auch: Grausamkeiten haben zumeist Vorgeschichten. Und kein Mensch wird als Terrorist geboren.«
- undeutlich gesprochen und schwer zu verstehen
(Betonungen des Sprechers wurden im Text durch Fettdruck kenntlich gemacht)
Gedicht:
Gaza Gaza
Ein Mann drückt zerfetzte Fingerchen
An seinen Bart beim Flüstern fest ran.
Was haben denn die zarten Dingerchen
Den Herrn Generälen getan?
Dann hebt er den Rumpf seiner Kleinen zu Allah, in die Sonne, zum Mond.
Und wieder haben wir da einen, der nichts und niemanden mehr schont.
Soll ich diesem Vater empfehlen
So cool wie ein Talk-Gast zu sein?
Sich bloß in kein Wort zu verfehlen,
Das antisemitisch erscheint?
Sie geloben Apartheid die Treue
Von Ampel bis AfD.
Sie liefern Granaten aufs neue,
Bitten zart damit umzugehen
Beim Menschen wie Viecher Vertreiben
Mit Hunger und mit Drohnen.
Dieser Kinderfriedhof wird bleiben
Als Albtraum für Generationen.
Die aus Ohnmacht brodelnde Kraft
Hat sich nie jemand selbst ausgesucht.
Doch die Macht, die die Bestien schafft
Aus kaltem Kalkül sei verflucht.
Gaza Gaza
Ich schlag meine Augen nieder
Vor der Ohnmächtigen Geschrei,
Vor deinen zerfetzten Gliedern.
Und frag mich da immer wieder:
Und das soll kein Völkermord sein?
Die Inszenierung beginnt mit einem vollständig schwarzen Hintergrund, vor dem sich Dieter Hallervorden wie auf einer Bühne im Scheinwerferlicht mittig positioniert hat. Mit der gleich zu Beginn übertrieben weinerlichen Nennung des Titels des Gedichts, das aus einer Wiederholung des Wortes „Gaza“ besteht, werden synchron im Hintergrund in einer Art fragmentiertem Schrifttyp, der an Beschuss und Zerstörung erinnert, die ganz in Weiß gehaltenen vier Buchstaben in Majuskeln sowohl links als auch rechts von Hallervorden eingeblendet. Damit ist der Kurs einer zutiefst rührenden, geschauspielerten Betroffenheit bereits vorgeschrieben, ein geradezu peinliches Pathos, untermalt von kitschig-melancholischen Gitarrenklängen.
Mit dem Vortrag des Gedichts starten im Hintergrund auch die Einblendungen von Video-Sequenzen des arabischen Senders Al-Dschasira und selbst der Hamas, in die Hallervorden amateurhaft hineingestellt erscheint. Gelegentlich dreht er sich zu den islamischen Propagandavideos um und begleitet sie mit wenigen Gesten. Sein entsetzt starrender Blick, den er an das Publikum richtet, spricht Bände.
Und hier das Video:
„Trotz alledem eine neue Friedenschance für eine Zwei-Staaten-Lösung“?
Der mittlerweile 88 jährige Hallervorden und die Bewunderer seines Gedichtvortrags mögen sich die Zeit nehmen und die Charta der Hamas lesen, in der das Programm und die Ziele der 1978 gegründeten Terrororganisation festgeschrieben sind, ein „durch die Ideologie des Islamismus geprägtes Grundsatzpapier“ vom 18. August 1988.
Erstens will die Hamas keine „Zwei-Staaten-Lösung“, sondern die „Ein-Staaten-Lösung“, also die Vernichtung Israels, das in der Vergangenheit auf dem politischen Parkett wiederholt eine „Zwei-Staaten-Lösung“ angeboten hat, was aber von der Gegenseite immer abgelehnt worden ist. Denn auch wenn die Hamas im Jahr 2017 ein Grundsatzpapier mit einer moderater klingenden Argumentation folgen ließ, so wurde die Charta von 1988 doch niemals widerrufen oder aufgehoben.
Zweitens bedeutet auch eine „Zwei-Staaten-Lösung“ keine neue Chance für Frieden. Allein das Projekt „Land gegen Frieden“ hat gezeigt, wohin das führt nachdem der Gaza-Streifen im Jahr 2005 von Israel geräumt worden ist. Von genau dort flogen und fliegen die vielen Raketen auf Israel, übrigens bis jetzt und heute.
ELNET ist die führende Organisation, die sich für die Stärkung der Beziehungen zwischen Europa und Israel auf der Grundlage gemeinsamer demokratischer Werte und strategischer Interessen einsetzt. Am 17. April 2024 wurde von der Niederlassung Tel Aviv ein „Briefing und Frühstück mit europäischen Botschaftern“ ausgerichtet, zu dem der israelische Generalmajor der Reserve und Publizist Yaakov Amidror als Redner eingeladen war, um nach dem Großangriff des Iran offen mit den Botschaftern über die Zukunft von Gaza und des Libanons zu diskutieren. Er war zuletzt Leiter der analytischen Abteilung des Militärgeheimdienstes und wurde im März 2011 als Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrates eingesetzt. Es ging letztlich um drei entscheidende Probleme: die Hamas, die Hisbollah und den Iran.
Today, @elnet_il hosted former National Security Advisor Yaakov Amidror for ELNET’s “Briefing and Breakfast with European Ambassadors.”
General Amidror shared his insights on Israel’s options after #Iran’s full-scale attack, and had a frank discussion with the ambassadors about… pic.twitter.com/tvqau0jmJE
— ELNET (@elnetwork_eu) April 17, 2024
Er sagte, „dass die Hamas nicht an der Freilassung von Geiseln oder an einem Deal interessiert ist, daher muss Israel dieses Ergebnis durch den Einsatz von Gewalt erreichen und die IDF muss in Rafah einmarschieren und es vom Terrorismus säubern. Israel hat kein Interesse daran, Gaza nach dem Krieg zu kontrollieren. Das Ziel besteht darin, eine ähnliche Situation wie in Dschenin (Gebiete A) zu erreichen, also einen Sicherheitszugang, wenn nötig, ohne zivile Kontrolle.“
Mehrere Botschafter fragten nach der Zwei-Staaten-Lösung und dem Tag danach. Amidror erklärte, „dass seiner Ansicht nach nach dem 7. Oktober die Mehrheit der israelischen Bevölkerung gegen die Gründung eines palästinensischen Staates sein werde, der sich innerhalb kurzer Zeit in einen Terrorstaat verwandeln könnte. Demnach würde diese Lösung mindestens eine Generation lang abgelehnt. Andererseits bekräftigte er, dass Israel kein Interesse an einer zivilen Kontrolle über Gaza nach dem Krieg habe und dass Israel sich nicht mit zivilen Fragen im Gazastreifen befassen werde.“
Erst jüngst wies der Historiker Michael Wolffsohn darauf hin, wie sehr „Deutschlands wachsweiche Iranpolitik“ als das Erbe von Merkel, Steinmeier und Gabriel gescheitert ist. Es ist Deutschland, das den Iran mit seinem Regime „beschützt und gestärkt“ hat. Und es ist vor allem der Iran, der als treibende Kraft hinter dem Konflikt in Nahost und dem Krieg in Gaza steht.
Zum Ende des Gedichts bleibt noch eine halbe Minute für einen theatralischen Schluss ohne Worte sowie den Abspann. Hallervorden „entlässt“ mit einer nach vorne hin ausgeführten wiegenden Bewegung seines rechten Arms aus seiner sich öffnenden Hand eine virtuelle weiße Taube, die flügelschlagend langsam nach oben davon schwebt, während Hallervorden ihr nachblickt. Er hält nochmals inne in einer nachdenklichen Geste, die er schließlich durch ein Nicken selbst bestätigt, während er gleichzeitig seine linke Hand in die Hosentasche steckt. Er blickt noch einmal direkt in die Kamera und geht dann seitlich, dem Zuschauer zugewandt von der „Bühne“.
Während der letzten zehn Sekunden werden Dieter Hallervorden als auch Diether Dehm als diejenigen einblendet, die für den Text verantwortlich sind. Jens Fischer Rodian ist der ausführende Musiker. Dehm hat gemeinsam mit Hallervorden das Lied und Gedicht selbst komponiert und getextet.
Es ist wahr: »Grausamkeiten haben zumeist Vorgeschichten. Und kein Mensch wird als Terrorist geboren.« Die „Vorgeschichte“ ist allerdings der ständige Raketenbeschuss durch die Hamas in Gaza und letztlich der 7. Oktober 2023. Es gibt keine Vorgeschichte von Seiten Israels, die weder den Angriff und schon gar nicht die Grausamkeiten der Hamas begründen könnte. Nicht Israel macht die Terroristen in Gaza, sondern die Hamas indoktriniert die Menschen von Jugend auf zum Hass gegen Israel und ruft zu dessen Vernichtung auf. Ein Blick in die arabischen Schulbücher genügt. Diese Hetze gegen die Juden und Israel wurde mitfinanziert von der EU und vor allem auch von Deutschland.
Hallervorden in einem Facebook-Post an den deutschen Bundeskanzler
Warum haben die beiden Künstler kein Gedicht über den 7. Oktober 2023 und die Hamas gemacht? Oder über den Krieg in der Ukraine? Oder über die Verfolgung der Christen in der Türkei? Warum wird hier in eindeutiger Weise der jüdische Staat in seiner tragischen Gegenwehr, in seiner Verteidigung gegen ein Terrorregime an den Pranger gestellt und die wahren Verhältnisse bewusst auf den Kopf gestellt? Die Antwort lässt nur einen Schluss zu.
Das Video sollte auf Hebräisch und Englisch übersetzt werden, damit sich nicht nur die Israelis selbst, sondern auch das Ausland davon überzeugen können, was im Land der Dichter und Denker heutzutage an Lyrik kolportiert und zum Teil bejubelt wird.
Man muss als Künstler oder normal Sterblicher seine Meinung sagen dürfen, diese mediale Lyrik-Inszenierung allerdings ist Manipulation, im schlimmsten Falle Gehirnwäsche, die sich nachweislich nicht um die Tatsachen schert, sondern einen ideologischen israelfeindlichen Stempel trägt, eine Darbietung, für die sich Personen erwärmen dürften, die nicht ausreichend authentisch über die wahren hiesigen Verhältnisse informiert sind. Es ist mitnichten so einfach „erklärt“ wie hier suggeriert wird und vor allem fern jeglicher Realität. Hier handelt es sich um nichts anderes als eine ganz spezielle Art des perfiden Hasses auf Israel.
Israel hält kein Land besetzt. Sie besitzen es (1. Mose 15, 18-21). Gott hat es ihnen anvertraut.





Leider – manchmal fällt der Apfel weit vom Stamm.
Lesen wir in der Jüdischen Allgemeine vom 01.11.2011:
Der Komiker Dieter Hallervorden berichtet, wie sein Großvater 1938 in der Pogromnacht die Synagoge im sachsen-anhaltinischen Wörlitz rettete. …..
Hans Hallervorden bezeichnete die Nazis schon frühzeitig als »braune Wölfe«. Das wurde ihm später in den November-Verhören 1938 durch einen SA-Ortsgruppenführer als oppositionelle politische Aussage interpretiert. »Auch soll Hans Hallervorden sich abfällig über Nazigrößen geäußert haben, vor allem unmittelbar nach der Zerstörung der Dessauer Synagoge«, so Ulbrich, der über die Regionalgeschichte Anhalts und das Judentum in dieser Region forscht.
Leider – manchmal fällt der Apfel weit vom Stamm.
Lesen wir in der Jüdischen Allgemeine vom 01.11.2011:
Der Komiker Dieter Hallervorden berichtet, wie sein Großvater 1938 in der Pogromnacht die Synagoge im sachsen-anhaltinischen Wörlitz rettete. ….. Hans Hallervorden bezeichnete die Nazis schon frühzeitig als »braune Wölfe«. Das wurde ihm später in den November-Verhören 1938 durch einen SA-Ortsgruppenführer als oppositionelle politische Aussage interpretiert. »Auch soll Hans Hallervorden sich abfällig über Nazigrößen geäußert haben, vor allem unmittelbar nach der Zerstörung der Dessauer Synagoge«, so Ulbrich, der über die Regionalgeschichte Anhalts und das Judentum in dieser Region forscht. …. Quelle: juedische-allgemeine.de
Wenn einer nichts mehr richtig auf die Reihe bringen kann, sabbert er solch antisemitisches Zeugs. Balawan, Balawan.
Allen eine von unserem herrlichen GOTT gesegnete Shabbatzeit.
Shalom Havershalom
Dieter Hallervorden hat während der Corona Zeit in Teilen für mich kritische Dinge zu bedenken gegeben und in diesen Tagen damals hatte er meinen Respekt. Viele Künstler haben geschwiegen oder sich gar der Impfpflicht Propaganda des Staates angedient.
Aber hier liegt er mit seiner Meinung völlig daneben und ich bin enttäuscht aber es wird in allem immer deutlicher an Israel=Gott=Glaube an den Messias scheiden sich die Geister und es wird offenbar was bisher verborgen war.
Brüder und Schwestern im Glauben werden sich an diesem Punkt trennen und hassen und getrennt bleiben wenn nicht beide den Weg zu Jesus finden.
Wenn ein katholischer Geistlicher im Radio oder TV behauptet Jesus wäre Palästinenser dann weiß man was die Stunde geschlagen hat….
Der Auftritt unseres Außenminister in Israel war auch wieder sehr gekonnt falsch und unangemessen.
Nach der Lektüre dieses „Gedichts“ steht für mich fest:
Dieter Hallervorden ist ein lupenreiner Antisemit.
———
Übrigens: WELT-online (sonst meist vernünftig) war nicht bereit, meinen Kommentar zu dieser Menschen zu veröffentlichen [Abgelehnt!].
Ich möchte nicht von Zensur reden, aber es hat einen Beigeschmack. Vor allem, wenn ich sehe, was sonst so an Kommentaren erscheint.
Was sagt G-TT ?
G-TT liebt die Sünder aber hasst die Sünde.
Ich verachte die Worte, die Diddi gewählt hat,
er kann nichts dafür, seine Ohren hören nicht,
seine Augen sehen nicht.
Wir dürfen Jesus bitten, Diddi hörend und sehend zu machen.
Ich wünsche dem gesamten Team von IsraelHeute den
reichen Segen unseres himmlischen Vaters, im Namen
seines Sohnes Jesus Christus.
@ Monika Schreiber: Echt jetzt? Ich will Sie nicht von Ihrem Gebet für Hallervorden abhalten. Aber ist sehr wohl dafür verantwortlich, was er sagt und tut und wie er seine Bekanntheit missbraucht, um Menschen, die viel von ihm halten durch seinen hinter Humanismus versteckten, geradezu ätzenden Antisemitismus in die Irre zu führen und zu verführen. Jesus rügt seine Jünger in Markus 8, 18 weil sie Augen haben und nicht sehen, Ohren haben und nicht hören. Ergo liegt es in der Hand des Besitzers von Augen und Ohren, ob er sehen und hören will. Folglich gibt es auch eine Verantwortung, sowohl für das Tun, als auch für das Unterlassen.