In einer Zeit, in der sich viele dazu verpflichtet haben, den Holocaust nie wieder zuzulassen, erschüttert uns das sinnlose Abschlachten von sieben Gläubigen vor einer Synagoge in Jerusalem.
Vor kurzem schrieb ich über den anhaltenden Terror der Palästinenser gegen Juden, der mittlerweile bei Tausenden von Überlebenden und ihren Familien eine Spur des Traumas hinterlassen hat.
Ausgerechnet an dem Tag, an dem besorgte Menschen auf der ganzen Welt den Internationalen Holocaust-Gedenktag begehen, wird den Auserwählten Gottes noch mehr Leid zugefügt. Aber kein einziges Wort der Besorgnis aus einigen Kreisen der Kirche!
Vielleicht hat man den Anschlag lediglich als Retourkutsche für die Palästinenser betrachtet, die nur wenige Tage zuvor in Dschenin getötet worden waren. Israelische Soldaten hatten dort auf Informationen über einen bevorstehenden großen Anschlag reagiert. Wie diese Dinge interpretiert werden, läuft oft auf unverhohlene Propaganda hinaus.
Das Problem ist, dass ein großer Teil der Kirche, vor allem hier in Großbritannien, immer noch stark von der Welt beeinflusst wird und nicht umgekehrt, wie der Apostel Paulus uns in Römer 12,2 ermahnt, wo es heißt:
„Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“
Der australische Autor und Historiker Kelvin Crombie legt in einer neuen Broschüre mit dem Titel Seven Phases of the Holocaust (Sieben Phasen des Holocaustes) dar, dass eine geeinte Kirche in Deutschland die Shoah hätte verhindern können. Doch stattdessen ließen sie sich von der giftigen Propaganda anstecken, was zur Ermordung von sechs Millionen Juden führte.
Da die meisten Deutschen in die Kirche gingen, wusste Hitler, dass sie ein potenzielles Hindernis für seine Pläne darstellten, und so brachte er den Ball der Gehirnwäsche ins Rollen.
„Das kirchliche Kollektiv war dazu da, den Willen der Partei zu erfüllen und die Weltanschauung der Nazis zu fördern“, schreibt Crombie. Einige hielten an ihren christlichen Überzeugungen fest und zahlten dafür den höchsten Preis. Aber wo war die geeinte, gottesfürchtige Stimme der Kirche als Ganzes? Wie Crombie es ausdrückt, füllten die Nazis das Vakuum einer soliden moralischen Führung in Deutschland.
Wenn morgen ähnliche Diktatoren – vielleicht islamische Fundamentalisten – in Großbritannien einmarschieren und jeden Juden im Land bedrohen würden, würden die Christen dann aufstehen und sich zu Wort melden? Oder würden sie unter dem Druck einknicken? Vielleicht wäre es ihnen schlichtweg egal? Mir graut vor dem Gedanken.
Angesichts der Art und Weise, wie die institutionelle Kirche mit den Versuchen der so genannten fortschrittlichen liberalen Linken kollaboriert, die die zivilisierte Gesellschaft auf Schritt und Tritt demontieren will, ist es schwer vorstellbar, dass man einen Finger rühren würde.
Denn wir haben zugelassen, dass dieses unmoralische Gift unsere Köpfe verseucht. Der Holocaust-Überlebende Victor Frankel schrieb:
„Ich bin absolut überzeugt, dass die Gaskammern … letztlich nicht in irgendeinem Ministerium in Berlin vorbereitet wurden, sondern an den Schreibtischen und in den Hörsälen nihilistischer Wissenschaftler und Philosophen.“
Der Mangel an moralischer Führung in der Kirche hat einen direkten Einfluss auf die Regierung und alle anderen wichtigen Institutionen. Wenn die Regierung in Schieflage gerät, und das ist sie, dann ist eindeutig das Haus Gottes schuld (1. Petrus 4,17). Aber das Licht der Jünger Jesu kann uns immer noch aus der Finsternis herausführen (Matthäus 5,16), wenn wir die Herausforderung annehmen.
Die BBC hat letzte Woche einen hervorragenden Dokumentarfilm ausgestrahlt, in dem gezeigt wurde, dass der Holocaust in Wirklichkeit durch die Leichtigkeit ausgelöst wurde, mit der sich Zivilisten an der Ermordung der Juden beteiligten, als deutsche Soldaten in Russland und seinen Vasallenstaaten einmarschierten. Die Nazis allein hätten viele dieser Gräueltaten nicht begehen können, so wurde behauptet, ohne die Mitarbeit einfacher Bürger aus Litauen und anderen Ländern, die sich schändlich gegen ihre jüdischen Nachbarn wandten und sie verrieten.
Schweren Herzens schreibe ich dies am 90. Jahrestag der Machtergreifung Hitlers in Deutschland (30. Januar 1933).
Viele Juden des Landes haben nicht geglaubt, dass Hitler die auf sie bezogenen Vernichtungs-Pläne wirklich umsetzen wollte. Viele hatten sich der deutschen Kultur angepasst – einige traten sogar in die Kirche ein und ließen sich taufen – und dachten, sie seien in Sicherheit.
Heute stoßen die Ayatollahs im Iran nicht selten antisemitische Drohungen aus. Sie wollen Israel von der Landkarte tilgen (und es fehlt nicht mehr viel, bis sie die nuklearen Möglichkeiten dafür besitzen). Aber nur wenige führende Politiker der Welt glauben ihnen.
Die Hamas, die Hisbollah und andere palästinensische Terroristen sind ähnlich engagiert und demonstrieren ihre Absichten immer wieder mit der Art von grauenvollen Gemetzel, das wir letztes Wochenende erlebt haben.
Mit Bildung allein lässt sich der Antisemitismus nicht ausrotten, denn wir sehen, dass selbst hoch gebildete Menschen von der Nazi-Propagandamaschine infiziert wurden.
Was wir brauchen, ist eine Wiederbelebung der Morallehre, die auf der Bibel basiert und letztlich durch den jüdischen Messias, Jesus Christus, der am Kreuz für unsere Sünden starb, erfüllt wurde.
Charles Gardner ist Autor von Israel the Chosen, erhältlich bei Amazon; Peace in Jerusalem, erhältlich bei olivepresspublisher.com; To the Jew First, A Nation Reborn, und King of the Jews, alle erhältlich bei Christian Publications International.





Ein interessantes Buch zu diesem Thema ist das von Hyam Maccoby – Ein Pariavolk – Zur Anthropologie des Antisemitismus.
… einmaschieren und jeden Juden in unserem Land bedrohen würde, würden die Christen dann aufstehen und sich zu Wort melden?
Heute würde ich sagen JA und ich kenne viele Personen, die es auch tun.
Hoffen und beten wir, dass es nicht mehr soweit kommt und ich hoffe, dass ich, dass wir auch in aller Konsequenz den jüdischen Menschen zur Seite stehen.
Wir gehören zusammen -„dein Volk ist auch mein Volk“ …; große Worte vielleicht, aber doch wahr. Am Israel Chai
„Aber kein einziges Wort der Besorgnis aus einigen Kreisen der Kirche!“
Allein der Begriff: d i e Kirche ist irreführend….viele Besorgte gibt es, liebe Israelis…viele….vielleicht sind es noch zu wenig…aber auch auf Seiten der Israelis gibt es EIN ZU WENIG. ZU WENIG GOTTES GESCHRIEBENES INSPIRIERTES WORT…zu viel Talmud und anderes…Auch aus meinen Kreisen habe ich gelernt, dass die m e i s t e n erst in ziemliche Lebenskrisen geraten
m ü s s e n…dass sie dann mitten in der Krise anfangen, nach Gott incl. seinem geschriebenen Wort zu s u c h e n, etc…PS 145…14 Der Herr stützt alle, die da fallen> לפנ naphal, / und richtet alle Gebeugten> ףפכ kaphaph auf. /
Den Psalm 107 komplett….kann ich dazu nur empfehlen.
Bis zum Ende des 1. Weltkrieges war Deutschland von der Regierung aus judenfreundlich.
Dann wurde das Volk durch die Atheisten und Nationalisten aufgehetzt. Es wurden viele Lügen über sie verbreitet. Die Siegermächte haben durch ihre überzogenen Forderungen an Deutschland dazu beigetragen. Die Nazis haben alle Verleumdungen angewandt, wer aber rechtzeitig das Land verließ, dem geschah nichts.
Die Kirchen waren untätig. Die Katholische Kirche schloss mit Hitler einen Stillhaltepakt (Konkordat) und die Evangelische war gespalten in viele Hitlerfreundliche (Deutsche Christen) und wenige, aber ruhige Gegner (Bekennende Kirche).
Ab Mai 1948 war es endgültig vorbei damit.