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MitgliederWir müssen reden

Wie man ein wichtiges Gespräch führt

Foto: Nati Shohat/Flash90

Vor ein paar Wochen habe auch ich mir Corona eingefangen, nachdem ich gedacht hatte, mich würde es nie erwischen. Und jedes Mal, wenn ich jemandem davon erzählte, kam die Antwort: „Ja, ich hatte es auch und es hat lange gedauert, bis es mir besser ging.“ Oder: „Meine Tante Sylvia hatte es, und sie fühlt sich nach 3 Monaten immer noch schwach“. Und so weiter und so fort. Jeder berichtete mir von seinen Schmerzen, bis ich es so leid war, den rührseligen Geschichten zuzuhören und schließlich aufhörte, über meine zu sprechen. Mittlerweile mag ich anderen gar nicht mehr erzählen, wenn ich krank bin.

Dann rief eine Journalistin, mit der ich zusammenarbeite, an, um mir zu sagen, dass ihr Vater verstorben ist. Ich konnte echten Schmerz in ihrer Stimme hören, wusste aber nicht, was ich sagen sollte. Man kann leicht das Falsche sagen, wenn jemand trauert und verletzlich ist, also sagte ich ihr, dass ich ihre Trauer sehr gut verstehe, weil ich meinen Vater auch nach vielen Jahren Krankheit verloren habe...

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Patrick Callahan

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