Vor zwölf Jahren, als Mahmud Abbas zum Präsidenten der Palästinensischen Automomiebehörde gewählt wurde, forderten viele Israelis, man möge doch „die Vergangenheit dieses Mannes erforschen, insbesondere den Fakt, dass er ein Holocaust-Leugner ist”, schreibt Edy Cohen in seinem neuen Buch „Der Holocaust in den Augen von Mahmud Abbas” (The Holocaust in the Eyes of Mahmoud Abbas).
Holocaust
Um 10 Uhr ertönten im ganzen Land die Sirenen und brachten den Alltag zum Stillstand. Ob zuhause, in der Stadt, im Auto oder in der Strassenbahn, alles stand still für zwei Minuten, in denen das jüdische Volk den sechs Millionen Opfern des Holocaust gedachte.
Heute Abend beginnt in Israel der Holocaust Gedenktag, an dem der 6 Millionen von den Nazis ermordeten Juden gedacht wird. Einer Studie der Gesellschaft der Holocaustüberlebenden zufolge leben heute in Israel 190000 Überlebende des Holocaust.
„Die Reichspogromnacht kam nicht aus dem Nichts, sie war viel mehr das Ergebnis einer langen, zeitlichen Entwicklung. Eine solche Entwicklung geschieht auch aktuell in Israel“, meinte Hanin Zoabi (Foto), Knesset-Abgeordnete der arabischen Balad-Partei, am Sonntag bei einer Kundgebung einer niederländischen Links-Gruppierung in Amsterdam. Mit ihrer Rede geht Zoabi hart mit der israelischen Regierung ins Gericht, indem sie die Pogrome, die zum Holocaust führten, mit der angeblichen israelischen Gewalt gegen Palästinenser vergleicht.
Anlässlich des Holocaust-Gedenktages warnt Benjamin Netanjahu vor den Gefahren, denen die Juden heute ausgesetzt sind.
Die Hackergruppe Anonymous hat in einem Video angekündigt, Israel am 7. April aus dem Cyperspace auszulöschen. In dem Video, das diese Woche veröffentlicht wurde, schwören sie einen „elektronischen Holocaust“ auszulösen und alle israelischen Server runterzufahren.
Auf eine ganz besondere Art hat der britische Fernsehsender Sky News an die Judenvernichtung erinnert: Während einer Sendung zur Erinnerung an den Holocaust sendete der Nachrichtenkanal aus London Aufnahmen aus dem jüngsten Gaza-Krieg. Moderator Adam Boulton erklärte den Zuschauern, das Verhalten des Staates Israel gegenüber den Palästinensern habe den Antisemitismus angeheizt. Die israelische Botschaft in Großbritannien hat sich offiziell über die „unakzeptable“ Darstellung beschwert.



