Der Zug nach Tel Aviv fuhr mir vor der Nase weg, ich verpasste ihn um ganze 18 Sekunden. Während ich auf den nächsten wartete, trat ein orthodoxer Mann an mich heran. Ob ich Literatur über Rabbi Nachman haben wolle und vielleicht, mit Gottes Hilfe, etwas für seine Gemeinde spenden wolle?
Ich gab ihm fünf Schekel.
„Woher kommst du?“, fragte er, als er meinen Akzent hörte.
„Los Angeles“, antwortete ich.
„Gott sei Dank, dass du jetzt zu Hause bei deinem Volk bist“, sagte er.
Ich lächelte, und er ging.
„Sei gesund!“ rief ich ihm auf Jiddisch hinterher.
Er drehte sich mit funkelnden Augen zu mir um: „Ah, du sprichst Jiddisch!?“
„A bissel“, antwortete ich und lächelte.
Er lächelte auch und wollte wissen: „Woher kommst du WIRKLICH?“ „
Aus Galizien“, antwortete ich. Da lebten nämlich meine Großeltern vor...
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