Sobald die Wahlergebnisse erscheinen, hört man oft von gläubigen Menschen, dass alles so geschieht, wie es geschehen muss, denn alles passiert im Willen Gottes. Damit beruhigen sich Menschen, dass Gott alles unter Kontrolle hat, auch wenn ihr Kandidat nicht gewählt wurde. Wir mögen vieles nicht verstehen, doch eines ist gewiss: Gott weiß den Hintergrund.
Andere betonen demgegenüber, welchen Sinn dann überhaupt ein freier Wille mache? Schon in der Bibel kommt dieser Haken zum Ausdruck. Während der Wahlkampagne habe ich immer wieder gehört, dass „alles in der Hand des Himmels ist“. Das stimmt und dies sagt auch der Prophet Elia in seinem Gebet.
„Adonai, der Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lasse es allen wissen, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht bin und dass ich alles nach deinem Befehl getan habe. Erhöre mich, HERR, erhöre mich, damit dieses Volk erkennt, dass du, Adonai, der Gott bist und du selbst hast ihre Herzen zurückgedreht!“
Diese Worte betete der Prophet Elia kurz vor der Machtprobe auf dem Berg Karmel. Ein Gebet voller Ehrfurcht und Glauben! Wieder muss sich Gott seinem Volk gegenüber beweisen. Dafür organisierte der Prophet einen Wettkampf zwischen dem Gott Israels und den anderen Göttern. So versammeln sich im nördlichen Königreich Israel 450 Baalspropheten und 400 Propheten der Aschera. Elia schlägt vor, jeder soll den Namen seines Gottes anrufen und der Gott, der mit Feuer den Altar anzündet, der sei Gott.

Zurück zum Gebet von Elia. Der letzte Satz im Gebet ist für die meisten Gelehrten nicht leicht zu verstehen und deswegen gibt es zahlreiche Auslegungen dazu. „…und du selbst hast ihre Herzen zurückdreht.“ Die hebräische Bibel benutzt für drehen das Wort Sovev (סובב) und in diesem Zusammenhang hat Gott alles zurückgedreht.
Der freie Wille, den Gott uns im Laufe der Schöpfungsgeschichte wegen Eva gegeben hat, ist ein Glaubensfundament der Bibel. Wir haben die Freiheit, zwischen Gut und Böse zu wählen. Die gesamte Beziehung zwischen Gott und Mensch fundiert auf unserem freien Willen. Und hier sehen wir, wie der Prophet vor dem Volk Israel steht und sagt: „Gott hat ihre Herzen umgedreht und nicht sie selbst“. Der Mensch irrt, wenn er meint, seine Entscheidungen hängen nur vom freien Willen ab. Aber ihre Herzen sind nicht mehr als ein Steuer, das Gott nach seinem Willen lenkt und dreht. Wenn Gott also die Herzen der Menschen regiert, dann machen seine Gebote und Verbote in der Bibel keinen Sinn. Was nützt uns das Gebot, sich von dem Bösen abzuwenden und nur das Gute zu tun, wenn nicht der Mensch für sein Abwenden und Tun verantwortlich ist, sondern der Allmächtige?
Elia ist nicht der Einzige, der es wagt, am freien Willen in der Bibel zu rütteln. Vor ihm tat dies jemand anders. Wer? Gott, Er selbst. In der Exodus Geschichte der Kinder Israels aus Ägypten sagt Gott selbst: „Und ich will das Herz des Pharao verhärten und meine Zeichen und meine Wunder mehren im Lande Ägypten“. Sind diese Worte Gottes kein Beweis dafür, dass ein freier Wille nicht immer wirklich frei ist? Doch was ist der Unterschied zwischen Gottes Statement und dem Gebet von Elia? Elias Aussage ist viel dramatischer als die von Gott. Gott sagt, dass er nur das Herz des Pharao steuerte, wobei Elia etwas anderes betont, nämlich dass Gott die Herzen aller Menschen im Volk Israel steuert.
„Alles ist in der Hand des Himmels, außer die Furcht vor Gott.“ So lautet ein alter und weiser Spruch im Hebräischen. Demnach liegt das gesamte menschliche Leben und insbesondere die Belohnung und Bestrafung für unsere Entscheidungen in den Händen des Himmels, aber die Wahl selbst liegt in den Händen des Menschen. Aus den Augen Gottes ist alles vorhersehbar, aber dem Menschen steht das Recht zur Verfügung, nach seinem Willen zu handeln. Die biblischen Idee eines freien Willens ist oft nicht leicht zu verstehen, wenn man beide erwähnte Aussagen liest. Darüber sind sich jüdische Toragelehrte uneins.
Letztendlich jedoch verteidigt der Prophet Elia sein Volk. Der Ankläger Elia ist zum Verteidiger des Volkes geworden. Nachdem Gott ein Knockout auf dem Berg Karmel vorlegte, heißt es: „Da fiel das Feuer Gottes herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde und das Wasser.“ Als das Volk das sah, rief es: „Adonai, er ist Gott – יְהוָה הוּא הָאֱלֹהִים“. Mose war der erste, der ausrief: „Adonai, er ist Gott“. Nach ihm war es König Salomo während der Tempeleinweihung und bei Elia hat das Volk zweimal dieses Glaubensbekenntnis nacheinander ausgerufen. Dieses Glaubensbekenntnis wird jedes Jahr am Versöhnungs- und Fastentag Jom Kippur mehrmals laut ausgerufen. Der Gott Abrahams, Isaaks und Israels, hat bisher alle Menschen wissen lassen, dass ER die Welt im Griff hat und dreht.





Wenn Gott alles bestimmt, wozu müssen wir überhaupt zur Wahlurne gehen?
Ich glaube, dass diese Frage unberechtigt ist.
G’tt hatte schon beim Beginn des Volkes Israel glaubende Männer als Sprachrohre von IHM ernannt. Soll es Heute anders sein?
Besser wäre, wenn das Volk auf den G’tt Abrahams, Isaaks und Jakobs schauen würde und IHN mehr als irgend eine erfundene „Denkweise“ fragen würden!!
Denn ER WIRD ÜBER ALLES GERICHT HALTEN.
Herr Netanjahu hatte schon vorgemerkt, dass Israel sich vermehrt auf den prophetischen Hintergrund der Bibel stützen soll!!
Die Prophetie vom ersten Testament gilt Heute ganz besonders (Daniel 12:4).
Satan Regierung die Welt und nicht Gott.
Alles was hier passiert ist von Menschen gemacht die Konflikte , Unruhen , Hass, Mord und Totschlag werden zunehmen , weil der Mensch kann nicht in Frieden leben.