„Weil ich jüdisch bin“: Kampagne gegen Antisemitismus

Nationale Plakatkampagne in Großbritannien nach schockierender Statistik über Hasskriminalität

von Charles Gardner | | Themen: Antisemitismus
Die neue Kampagne gegen Antisemitismus in der Londoner Innenstadt.
Die neue Kampagne gegen Antisemitismus in der Londoner Innenstadt. Foto: Twitter-Screenshot

Großbritanniens Großstädte sehen sich mit einer ernsten Herausforderung konfrontiert, nämlich einem schockierenden Anstieg des Antisemitismus.

Passend zum Internationalen Holocaust-Gedenktag hat die Organisation Campaign Against Antisemitism (CAA – Kampagne gegen Antisemitismus) die erste nationale Plakatkampagne Großbritanniens ins Leben gerufen. Sie wirbt um öffentliche Unterstützung, da aktuelle Zahlen des Innenministeriums gezeigt haben, dass Juden zu 500 % häufiger Opfer von Hassverbrechen werden als jede andere Religionsgemeinschaft.

Die auffälligen digitalen Plakate sind auf Londons berühmten Leicester Square sowie in anderen wichtigen Städten wie Birmingham, Manchester, Edinburgh und Glasgow zu sehen.

Auf Twitter heißt es:

Die CAA hat die erste nationale Plakatkampagne Großbritanniens gestartet, die um Unterstützung gegen Antisemitismus wirbt und die Öffentlichkeit auffordert, #StandWithJews zu unterstützen.

 Hier die Gründe dafür. pic.twitter.com/dSMCnmRhIT

 – Campaign Against Antisemitism (@antisemitism) January 17, 2023

 

„Wir hoffen, dass diese Kampagne nicht nur ein Licht auf antisemitische Hassverbrechen im modernen Großbritannien wirft, sondern auch die Öffentlichkeit ermutigt, sich an die Seite der jüdischen Gemeinschaft zu stellen und Juden zu ermutigen, ihre Geschichten zu erzählen”, sagte der Geschäftsführer der CAA, Gideon Falter.

„Wir rufen die Menschen dazu auf, der jüdischen Gemeinschaft beizustehen, indem wir den Hashtag #StandWithJews verwenden. Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft können ihre eigenen Erfahrungen mit Antisemitismus unter dem Hashtag #BecauseImJewish mitteilen. Wir können Beiträge teilen, die uns mit @antisemitism taggen.”

Die Plakate zielen unter anderem darauf ab, Stereotypen darüber zu entkräften, was es bedeutet, “jüdisch auszusehen”, wobei die auf den Plakaten abgebildeten Personen die unterschiedlichen Hintergründe der jüdischen Gemeinde Großbritanniens widerspiegeln.

Zu den Models gehören ein Holocaust-Überlebender, der von den Angriffen auf Juden im heutigen Großbritannien betroffen ist, Neueinwanderer im Vereinigten Königreich und – vermutlich zum ersten Mal überhaupt auf einem britischen Plakat – ein Mitglied der jüdischen Charedi-Gemeinde, die die Hauptlast antisemitischer Gewaltverbrechen trägt.

 

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