(JNS) Israels Nordgrenze ist nicht eine einzige Front. Sie besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Schauplätzen – und diese können nicht auf dieselbe Weise behandelt werden.
Der Libanon und Syrien stellen beide ernsthafte Sicherheitsherausforderungen für Israel dar, doch die Natur dieser Herausforderungen ist grundlegend verschieden. Im Libanon ist das Hauptproblem klar: die Hisbollah. In Syrien ist die Herausforderung umfassender, instabiler und weiterhin ungelöst. Deshalb könnte ein Rahmenabkommen mit dem Libanon möglich sein, während es für Syrien noch verfrüht ist.
Im Libanon weiß Israel, womit es zu tun hat. Der libanesische Staat ist schwach, seine Armee ist begrenzt, und die Hisbollah agiert als Staat im Staate. Die Frage ist nicht, ob eine Bedrohung besteht. Die Frage ist, wie diese Bedrohung von der Grenze zurückgedrängt und sichergestellt werden kann, dass sie dort auch bleibt.
Diese Klarheit macht ein Rahmenabkommen zumindest denkbar. Die entscheidenden Fragen sind konkret: Wird die Hisbollah aus dem Südlibanon entfernt? Wird die libanesische Armee die Verantwortung übernehmen? Wird es Aufsicht und Durchsetzungsmechanismen geben? Das sind schwierige, aber klar umrissene Fragen....
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