all

all

MitgliederWarten auf den Angriff

Alltag in Israel zwischen Normalität, offenen Wunden und der Frage, was ein möglicher US-Schlag gegen den Iran für uns bedeuten würde.

Alltag in Tel Aviv. Das Leben läuft weiter. Tel Aviv, 18. Dezember 2025. Foto: Miriam Alster/Flash90

Warten gehört in Israel zum Leben dazu. Nicht als Ausnahmezustand, sondern als etwas, das parallel zum Alltag existiert. Man geht zur Arbeit, erledigt Einkäufe, trifft Freunde, plant Termine – und weiß gleichzeitig, dass Entscheidungen andernorts getroffen werden, die diesen Alltag sehr schnell verändern können. In diesen Tagen wartet man wieder. Auf einen möglichen Angriff der USA auf den Iran und auf die Frage, welche Folgen das für uns hier haben könnte.

Dabei ist das Leben hier erstaunlich normal. Cafés sind voll, der Verkehr dicht, die Schulen sind offen, die Kinder gehen zur Schule. Wer Israel nur aus den Schlagzeilen kennt, würde sich wundern, wie stabil sich der Alltag anfühlt. Nicht sorglos, aber funktionierend. Man lebt weiter, auch wenn im Hintergrund vieles ungeklärt ist.

Zu diesem Alltag gehören derzeit auch die innenpolitischen Auseinandersetzungen, die das Land seit Monaten beschäftigen. Die Diskussion um das Wehrpflichtgesetz und die Frage, ob ultraorthodoxe Juden weiterhin weitgehend vom Militärdienst befreit bleiben sollen, sorgt für Spannungen – in der Gesellschaft, in der Koalition und auf der Straße....

Israel Heute Mitgliedschaft
Voller Zugang zu exklusiven Inhalten, E-Paper, Zoom-Veranstaltungen und werbefreiem Lesen.

About the author

Patrick Callahan

This is an example of author bio/description. Beard fashion axe trust fund, post-ironic listicle scenester. Uniquely mesh maintainable users rather than plug-and-play testing procedures.

4 Kommentare zu “Warten auf den Angriff”

  1. Stephan Wolf sagt:

    Auf das beste im Leben muss man immer warten, z.B. damit man dessen Wert erkennt und die Sache wertschätzt. Denn was einem umsonst einfach dazugegeben wird, das schätzt man nicht so wie etwas, wofür man sich angestrengt und worauf man hingearbeitet hat. In den biblischen Geschichten haben die Juden oft Wunder umsonst bekommen, ohne vormalige Anstrengung oder Tugend ihrerseits, was bei ihnen nicht nur Ehrfurcht, sondern auch Undankbarkeit bewirkt hat wodurch mitunter auch Gottes Zorn und Abscheu erregt wurde.

    Anderes Thema: Diesmal wird man es mit dem iranischen Regime zuende bringen, denn Israel und die USA werden die Kämpfe mit Iran erst beenden, wenn das Regime endgültig weg ist. Denn: Erledigen sie es jetzt wieder nicht, stehen sie in einigen Wochen oder Monaten erneut an diesem Punkt, wo wir jetzt stehen.

    Denn das iranische Regime ändert sich nicht, die denken gar nicht daran von ihrer feindseligen Unversöhnlichkeit gegen den Rest der Welt abzurücken. Die wollen nur Ruhe, um weiter aufrüsten zu können, das ist für sie der einzige Anreiz für Verhandlungen. Denn die Aggression ist seit ihrer Machtübernahme ihr Markenkern, sie sind nicht reformierbar, genauso wie Hamas und Hezbollah, weil ihr einziger Zweck war, Israel zu schaden. Und weil sie gar keine Verständigung suchen, wie sie ja selbst unentwegt offen betonen.

  2. giardiniere sagt:

    Guten Tag Herr Eilon,
    Vielen Dank für die aktuelle Info Direkt aus Israel.
    Hoffentlich darf der Leichnam von Herrn Ran Givin zurück „NachHause“ befreit werden.
    Damit auch seine Hinterbliebenen etwas beruhigter ihren Alltag weiterleben können.
    Zwar ist mir zu Ohren gekommen das mit der ISIS sich neu formieren. Ist sicher auch nicht angenehm.
    Da bleibt wircklich nur das Gebet, damit man deswegen nicht gleich den Alltag komplett aus den Ruder läuft.

  3. Roland Kunz sagt:

    Lieber Dov
    Ich wünschte mir, dass duzende von Millionen von Menschen diesen Artikel lesen und auf sich wirken lassen würden. Einfach um besser zu verstehen, wie der Alltag im einzigen Jüdischen Staat Aussieht, zwischen Risiko und Vorsorge, zwischen dem Hunger nach Leben und dem potentiellen Tod, der von Entscheidungen ausserhalb des Staates Israel schnell und unangekündigt über Teile der Bevölkerung hereinbrechen kann.
    Die Bevölkerung Israels ist stark, sie müsste nur noch geeinter sein. Aber die Zeit der Einheit wird kommen, dann wird auch die Erkenntnis um sich greifen, dass Israels Wohl nicht durch Waffen oder vermeintlich Verbündete gesichert wird, sondern durch den Herrn, der nach seinem ewigen Bunde zu seinem auserwählten Volk steht, Psalm 121, 4: „Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht“.

Schreibe einen Kommentar

Anmelden