Seit Wochen verdichten sich die Meldungen über eine mögliche militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran. Was lange wie strategische Drohkulisse klang, wirkt inzwischen deutlich konkreter. Die amerikanische Militärpräsenz im Nahen Osten wurde sichtbar verstärkt. Die USS Abraham Lincoln operiert im Verantwortungsbereich des US-Zentralkommandos, die USS Gerald R. Ford wird zusätzlich in die Region verlegt. Washington verfügt damit über eine reale militärische Handlungsoption – nicht nur über politische Rhetorik.
Gleichzeitig laufen indirekte Gespräche – in Oman, in Genf. Diplomatie ist nicht beendet, aber sie steht unter dem klaren Druck militärischer Abschreckung. Kräfte werden gebündelt, Prioritäten verschoben, Einsatzpläne vorbereitet. Es ist eine Phase strategischer Positionierung, in der beide Seiten ihre Möglichkeiten erweitern, ohne den ersten Schritt zu gehen.
Teheran reagiert mit scharfer Rhetorik. Immer wieder hören wir aus dem iranischen Parlament die bekannten Parolen: „Tod den USA“, „Tod Israel“. Die Vernichtung des jüdischen Staates wird offen propagiert. Für Außenstehende mag...
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