Die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz Kata’ib Hisbollah, die vom US-Außenministerium als ausländische Terrororganisation eingestuft wird, hält im Irak eine israelisch-russische Doppelstaatsangehörige als Geisel fest, wie das Büro des israelischen Premierministers am Mittwoch mitteilte.
Elizabeth Tsurkov, Doktorandin an der Princeton University und Non-Resident Fellow am Washingtoner Think Tank New Lines Institute for Strategy and Policy, wird seit vier Monaten vermisst.
„Elizabeth Tsurkov ist noch am Leben, und wir machen den Irak für ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen verantwortlich“, heißt es in der Erklärung des PMO.
„Die Angelegenheit wird von den zuständigen Stellen im Staat Israel aus Sorge um die Sicherheit von Elizabeth Tsurkov behandelt“, hieß es weiter.
Tsurkov besuchte den Irak mit ihrem russischen Pass, um für ihre Doktorarbeit zu forschen.
#BREAKING: Israeli PM office: Israeli researcher Elizabeth Tsurkov kidnapped in Baghdad by a shia militia: „she is alive – Iraq is responsible for her safty“ pic.twitter.com/4BCoC951fk
— Amichai Stein (@AmichaiStein1) July 5, 2023
Kata’ib Hisbollah oder die Hisbollah-Brigaden sind eine vom Iran unterstützte schiitische Miliz, die sowohl im Irak als auch in Syrien aktiv ist. Als Teil der Popular Mobilization Forces hat die Gruppe unzählige Anschläge auf US- und Koalitionstruppen im Irak verübt, was Washington dazu veranlasste, sie 2009 als ausländische terroristische Organisation einzustufen.
Amerika hat die Kata’ib Hisbollah beschuldigt, einen Raketenangriff im Dezember 2019 organisiert zu haben, bei dem ein US-Militärangehöriger getötet und vier Soldaten verwundet wurden.
Abu Mahdi al-Muhandis, der Generalsekretär der Kata’ib Hisbollah, wurde anschließend zusammen mit dem Befehlshaber der Quds-Truppen der IRGC, Qassem Soleimani, bei einem US-Drohnenangriff 2020 in Bagdad getötet. Die Organisation wird derzeit von Ahmad al-Hamidawi geleitet, den das Außenministerium im Februar 2020 als globalen Terroristen eingestuft hat.




