Die Uhr tickt, doch keine der Seiten beeilt sich, den Auslöser zu drücken. Unter der Oberfläche brüchiger Waffenruhen und sorgfältig abgestimmter Erklärungen läuft derzeit eine der komplexesten Auseinandersetzungen, die die Region je erlebt hat: ein wirtschaftlicher Abnutzungskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Es ist kein Krieg von Raketen und Flugzeugen allein, sondern vor allem einer des finanziellen Würgegriffs, der Kontrolle über Handelsrouten und eines psychologischen Spiels um Zeit – und vor allem um Geduld.
Im Zentrum steht US-Präsident Donald Trump, der sich – zumindest vorerst – gegen eine direkte militärische Eskalation entscheidet. Stattdessen setzt er auf beispiellosen wirtschaftlichen Druck gegen Teheran, um dasselbe strategische Ziel zu erreichen, ohne in einen groß angelegten Konflikt abzurutschen. Es ist eine kalkulierte Wette: das iranische Regime handlungsunfähig zu machen, ohne die Bevölkerung hinter ihm zu vereinen.
Doch man muss es klar sagen: Das ist nicht nur Strategie, sondern auch Zwang. Trump geht in diese Auseinandersetzung unter erheblichem innenpolitischem Druck, mit sinkender öffentlicher Unterstützung und vor allem mit der realen Sorge vor...
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