(JNS) Angesichts der iranischen Bedrohung geben Israels Politiker eine Einheitsschau. Eine neue Umfrage stellt fest, dass das Volk selbst Iran nicht mehr als die größte Gefahr für das Land sieht, sondern seinen eigenen inneren Zustand – und dass der äußere Feind aufgehört hat, das Land zusammenzuhalten.
Am 2. Februar kam Oppositionsführer Yair Lapid aus einer Sicherheitsbesprechung mit dem Ministerpräsidenten und hielt sich kurz: Der gesamte Staat Israel ist vereint gegen Iran, und in diesem Punkt gibt es kein Tageslicht zwischen den politischen Lagern. Am Tag zuvor hatten dieselben Politiker in den sozialen Medien scharfe Hiebe ausgetauscht. Am Tag darauf würden sie wieder in ihre jeweiligen Schützengräben zurückfallen. Doch an diesem Tag saßen sie an einem Tisch und sprachen von einer gemeinsamen Bedrohung.
Der Kontrast – offene Feindseligkeit im Inland, demonstrative Einheit nach außen – ist seit Langem der vertraute Rhythmus der israelischen Politik. Die Annahme ist, dass eine externe Bedrohung wie ein Eisenreifen wirkt: So bitter die internen Rechnungen auch sein mögen, das Land schließt die Reihen vor einem...




