Die Vereinigten Staaten haben ihre Militärschläge gegen den Iran in der dritten Nacht in Folge fortgesetzt. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) richtete sich die jüngste Angriffswelle gegen iranische Küstenverteidigungssysteme, Raketen- und Drohnenstellungen sowie weitere militärische Einrichtungen entlang der Küste.
US-Präsident Donald Trump hatte die Fortsetzung der Angriffe angeordnet. Washington begründet die Militäraktion mit den iranischen Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus.
Nach Angaben von CENTCOM wurde die rund fünfstündige Operation am Montagabend um 22:15 Uhr US-Ostküstenzeit abgeschlossen. Ziele wurden unter anderem in Buschehr, Bandar Abbas, Dschask, Konarak, Tschahbahar sowie auf der strategisch wichtigen Insel Abu Musa angegriffen.
At 4:45 p.m. ET today, U.S. Central Command began launching the third consecutive night of strikes against Iran, at the Commander in Chief’s direction. These strikes will continue imposing a heavy cost on Iranian forces and degrade their ability to attack innocent civilians and…
— U.S. Central Command (@CENTCOM) July 13, 2026
Das US-Militär erklärte, Ziel der Angriffe seien iranische Küstenverteidigungssysteme, Raketen- und Drohnenstellungen sowie maritime militärische Fähigkeiten gewesen. Weitere Einzelheiten zum Umfang der Schäden wurden zunächst nicht veröffentlicht.
CENTCOM teilte außerdem mit, dass sich derzeit mehr als 50.000 US-Soldaten im Nahen Osten befinden. Die Streitkräfte seien einsatzbereit und würden ihre Operationen fortsetzen, solange dies erforderlich sei.
Yesterday, using multiple one-way attack surface drones, CENTCOM forces successfully struck a submarine and ship maintenance facility in Iran. Three Corsair unmanned surface vessels hit the port at Bandar Abbas Naval Base, marking the first time American forces have employed sea… pic.twitter.com/bOM2kmgRxz
— U.S. Central Command (@CENTCOM) July 13, 2026
Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Vereinigten Staaten mehrere großangelegte Angriffswellen gegen iranische Militärziele durchgeführt. Nach Angaben von CENTCOM wurden am 8. Juli rund 90 Ziele angegriffen, darunter Luftverteidigungssysteme, Küstenüberwachungsanlagen, Raketen- und Drohnenstellungen sowie militärische Infrastruktur. Einen Tag zuvor waren nach amerikanischen Angaben etwa 80 weitere Ziele bombardiert worden, darunter mehr als 60 Schnellboote der iranischen Revolutionsgarden.
Parallel zu den laufenden Militärschlägen verschärfte Trump seine Rhetorik gegenüber dem iranischen Atomprogramm. In einem Interview mit dem amerikanischen Radiomoderator Hugh Hewitt kündigte er an, die USA würden die unterirdische Anlage „Pickaxe Mountain“ angreifen.
„Wir werden Pickaxe Mountain ausschalten. Sagen Sie den Iranern, sie sollen bereit sein“, sagte Trump. Er bezeichnete die Anlage als mögliches Ziel eines massiven amerikanischen Angriffs.
„Pickaxe Mountain“ befindet sich in der Nähe des iranischen Nuklearkomplexes Natans. Nach Einschätzung westlicher Experten handelt es sich um eine tief im Berg gelegene Anlage, deren genauer Zweck und aktueller Betriebsstatus öffentlich nicht abschließend bekannt sind. Wegen ihrer Lage gilt sie als schwer angreifbar.
Trump kündigte zudem an, den militärischen Druck auf den Iran weiter zu erhöhen. Gleichzeitig erklärte er, die Vereinigten Staaten würden erneut die Sicherheit in der Straße von Hormus kontrollieren und eine Blockade für Schiffe verhängen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.
Nach Angaben von CENTCOM soll diese Maßnahme am Dienstag um 16 Uhr US-Ostküstenzeit wieder in Kraft treten. Eine frühere Blockade war zwischen dem 13. April und dem 18. Juni in Kraft. Während dieses Zeitraums wurden nach Angaben des US-Militärs mehr als 140 Schiffe umgeleitet, neun Schiffe außer Gefecht gesetzt und mehr als 50 humanitäre Transporte durchgelassen.
Die jüngsten Angriffe unterstreichen die anhaltende Eskalation zwischen Washington und Teheran. Während die Vereinigten Staaten ihre Militärschläge gegen iranische Einrichtungen fortsetzen, rückt mit Trumps Drohung gegen „Pickaxe Mountain“ auch das iranische Atomprogramm erneut in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung.




