Der moralische Auftrag ist eindeutig: Wir dürfen unsere Verbündeten nicht im Stich lassen. Die Drusen in as-Suwaida sind nicht allein – nicht, weil sie um Hilfe bitten, sondern weil ihre Brüder in Israel mit uns einen Lebensbund teilen. In dieser Woche stand die syrische Stadt as-Suwaida in Flammen. In Syrien erleben die Drusen derzeit grausame Verfolgung – von islamistischen Milizen ebenso wie vom eigenen Regime. In der Provinz as-Suwaida kommt es zu Entführungen, öffentlichen Hinrichtungen und systematischer Unterdrückung. Drusische Zivilisten werden von sunnitischen Extremisten ermordet, Frauen verschleppt, ganze Dörfer terrorisiert. Und während Mohammed al-Joulani vorgibt, das Land zu stabilisieren, lässt sein dschihadistisches Regime diese Angriffe oft geschehen oder arbeitet sogar mit den Tätern zusammen. Die Drusen werden ihrer Würde beraubt – vor den Augen einer Welt, die wegschaut. Es handelt sich hier nicht nur um einen weiteren inner-syrischen Konflikt. Für Israel ist dieser Moment ein moralischer, sicherheitspolitischer und strategischer Prüfstein. Die Drusen dort kämpfen nicht nur um ihre Ehre – sie kämpfen ums nackte Überleben. Und wenn Drusen in Gefahr sind, darf der Staat Israel nicht tatenlos zusehen.
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