Einem aus der Stadt Um el-Fahm stammenden arabischen Terroristen mit israelischer Staatsbürgerschaft wird die Staatsbürgerschaft entzogen. Das hat heute das Bezirksgericht in Haifa entschieden. Der israelische Innenminister Arie Deri hatte das Gericht um diesen Schritt gebeten.
Bild: Ort des Anschlags vom Oktober 2015, linke: Der Terrorist Alla Zayud nach seiner Festnahme
Im Oktober 2015 war Alla Zayud mit seinem Auto in eine Gruppe von Menschen gefahren, dabei wurde eine Soldatin sehr schwer verletzt, ein weiterer Soldat wurde ebenso vom Auto angefahren. Danach stieg der Terrorist aus dem Auto und griff die bereits verletzte Soldatin und zwei weitere Menschen mit einem Messer an. Der Terrorist wurde im Juni 2016 zu einer Freiheitsstrafe von 25 Jahren verurteilt.
Der Entscheidung des Gerichts in Haifa von heute zufolge wird dem Terroristen die israelische Staatsbürgerschaft im Oktober 2017 aberkannt werden. Danach wird er eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, die regelmäßig und nach Ermessen des Gerichts verlängert werden kann.
Der Beschluss wurde vom Gericht mit den folgenden Worten begründet: „Die Entziehung der Staatsbürgerschaft ist ein angemessener Schritt. Jeder Bürger hat neben seinen Rechten auch Pflichten. Einer dieser Pflichten ist eine sehr wichtige und bedeutende Pflicht, die Pflicht der Treue zum Staat, darunter auch die Verpflichtung, keine Terroranschläge gegen die Bürger oder die Sicherheit des Staates auszuüben. Man darf einem Bürger nicht erlauben, anderen Bürgern zu schaden oder in ihrer Ehre zu verletzen. Wer sich dazu mit einem Terroranschlag entschließt, entzieht sich der Zugehörigkeit zu den Bürgern des Staates. Zayud hat seine Freiheit dazu ausgenutzt, durch Terror die Sicherheit des Landes zu verletzen und den Bürgern zu schaden.“ Dabei erwähnte der Richter die Namen der betroffenen Personen des Anschlags vom Oktober 2015, die der Terrorist töten wollte.




