(JNS) US-Präsident Donald Trump mag das neue Abkommen mit dem Iran als diplomatischen Erfolg darstellen, doch die grundlegenden Realitäten, die die Islamische Republik seit 1979 prägen, sind unverändert geblieben. Irans nukleare Ambitionen, sein Netzwerk von Stellvertretern, seine revolutionäre Ideologie und sein Sicherheitsapparat haben die Konfrontation unbeschadet überstanden.
Während Washington Erfolg oft an Abkommen und einer Verringerung der Spannungen misst, misst Teheran Erfolg am Überleben – und gemessen an diesem Maßstab ist das Regime mit seinem wertvollsten strategischen Gut hervorgegangen: Zeit. Für Israel, die arabischen Golfstaaten und Millionen Iraner, die sich der klerikalen Herrschaft widersetzen, bleiben die zugrunde liegende Bedrohung und die politische Herausforderung ungelöst. Das Abkommen mag eine Krise aufgeschoben haben, doch es hat nicht das Problem gelöst, das sie verursacht hat.
Die Islamische Republik verhält sich nicht wie ein normaler Staat, weil sie kein normaler Staat ist. Sie ist ein revolutionäres System, das fast fünf Jahrzehnte überlebt hat, indem es Krisen erzeugt, Instabilität exportiert und Konfrontation zu einem Instrument politischen...
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Das iranische Regime wurde in dieser jüngsten Runde nicht gestürzt, obwohl es an Kraft bei den Angriffen nicht gefehlt hat. Ich glaube, man hätte militärisch mit der Luftwaffe nicht viel mehr machen können.
Wenn das nicht erfolgreich war, waren Luftschläge wohl kein geeignetes Mittel, dieses Ziel zu erreichen. Weil unter den Luftschlägen auch die Iraner geltitten haben, haben diese die Aufmerksamkeit vom Regime eher abgezogen und auf die Angreifer von außen gerichtet. Ein Effekt, der nahezu immer auftritt, wenn es innere Konflikte mit äußeren Angriffen vermischt gibt.
Vielleicht ist es sogar besser so, dass die Luftschläge aufgehört haben und man einigermaßen Ruhe hergestellt hat. Jetzt werden die Regimegegner aus der Deckung kommen und die Angriffe auf das Regime mit ihren Mitteln weiterführen bis der Unterdrücker gefallen und verschwunden ist. Und sie werden damit erfolgreich sein, denn die Unterdrückung war zuletzt ja übergroß und sehr drückend.