Ohne Israel wären die Palästinenser überhaupt kein Thema. Niemand würde in den Protesten in den Großstädten Europas „Free Palestine“ schreien. Die Palästinenser und ihr Problem wären der Weltöffentlichkeit wahrscheinlich ebenso unbekannt wie die Uiguren in China, die auch für ein Land kämpfen. China ist ein Riese, aber nicht das auserwählte Volk. Und deshalb sind die Uiguren kaum in den Schlagzeilen der Weltmedien.
Die Welt müsse dringend handeln, um den Konflikt im Gazastreifen einzudämmen, sagte Chinas Außenminister Wang Yi vergangene Woche bei einem Treffen in der chinesischen Hauptstadt mit seinen Amtskollegen aus Saudi-Arabien, Jordanien, Ägypten, der Palästinensischen Autonomiebehörde, Indonesien und den Vorsitzenden der Organisation für Islamische Zusammenarbeit. China verstärkt seine Bemühungen um einen Waffenstillstand im Konflikt zwischen Israel und der Hamas.
„Die internationale Gemeinschaft muss dringend handeln und wirksame Maßnahmen ergreifen, um eine noch größere Tragödie zu verhindern. China steht fest auf der Seite von Gerechtigkeit und Fairness in diesem Konflikt“, sagte Wang den Staats- und Regierungsvertretern in seiner Eröffnungsrede vor den Gesprächen, in der er Chinas Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand bekräftigte. Ähnlich äußerte sich der saudi-arabische Außenminister Prinz Faisal bin Farhan Al Saud: „Die Botschaft ist klar: Der Krieg muss sofort aufhören, wir müssen sofort zu einem Waffenstillstand übergehen, und Hilfsgüter und Unterstützung müssen sofort eintreffen“. China verlor kein Wort über den barbarischen Überfall der palästinensischen Hamas-Terroristen und Nazis.

Niemand steht auf der Seite von Gerechtigkeit und Fairness, schon gar nicht China und seine Kollegen. Vor der Kamera werden Worte geplappert, die einfach keinen Sinn ergeben, aber Unsinn findet immer genug Menschen, die ihn schlucken. Oder gibt es verschiedene Gerechtigkeiten und verschiedene Modelle von Fairness? Gegenüber den Palästinensern wollen die Chinesen ganz fair und gerecht sein, aber gegenüber den eigenen Muslimen ist China nicht fair und nicht gerecht. Die muslimische Minderheit lebt im uigurischen autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten Chinas und besteht auf ihr eigenes Land. Das will die chinesische Führung nicht. Mit rund 11 Millionen Muslimen sind die Uiguren die größte Minderheitengruppe. Das ist eine klassische Heuchelei, keine arabische Regierung und auch nicht die Palästinensische Autonomiebehörde kritisiert China wegen der Verfolgung ihrer muslimischen Glaubensbrüder in China.
Sie sind gleichgültig gegenüber der Verfolgung großer muslimischer Gemeinschaften in Myanmar, Indien und China. In Myanmar hat das von Peking unterstützte Regime ein Völkermordprogramm gegen Muslime, vor allem die Rohingya, durchgeführt, das eine Massenflucht auslöste. Mehr als eine Million Menschen fanden Zuflucht in den Nachbarländern. Viele Dörfer wurden zerstört, Zehntausende Frauen und Mädchen vergewaltigt und mehr als 25.000 Menschen getötet. Der arabischen Welt und vor allem den muslimischen Regierungen schien das kaltzulassen.

„Wenn chinesische Regierungsbeamte Korane verbrennen, Moscheen niederreißen, die Ausübung des Islam verhindern und regelmäßig einen systematischen Völkermord an Muslimen in der Uiguren-Region verüben, erhebt kein islamisches Land und kein Muslim seine Stimme.“ Das sagte Omer Kanat, Mitbegründer und Vorsitzender des Exekutivkomitees des Weltkongresses der Uiguren, im Juni gegenüber JNS. „Es ist wirklich beschämend“, sagte Kanat. Sind wir Uiguren weniger Muslime als andere Muslime auf der Welt? Diejenigen, die die muslimische Minderheit unterstützen, sind Juden. „Es gibt jüdische Gruppen, die absolut keine Verbindung zu den Uiguren haben, aber sehr lautstark den Völkermord an unserem Volk durch die chinesische Regierung anprangern“, sagte er. „Das werden wir Uiguren nie vergessen.“
Überall auf der Welt leiden Muslime, aber auf dem Bildschirm sieht es so aus, als seien die palästinensischen Muslime die einzigen, die leiden, und warum, weil die Juden und Israel ihre Feinde sind. Hätten die muslimischen Uiguren Gottes auserwähltes Volk als ihren sogenannten Erzfeind, dann hätten die armen Uiguren wahrscheinlich viel bessere Chancen in den Weltmedien als jetzt. China mag ein Riese sein, aber es ist nicht das auserwählte Volk.
China verhindert nicht nur eine Verurteilung der Hamas in den Vereinten Nationen, sondern fördert auch eine klare pro-palästinensische Politik. Im Nahostkonflikt steht China ganz auf der Seite der palästinensischen Muslime, die auch auf ihr Land bestehen. In diesem Fall bekommt die chinesische Gerechtigkeit eine andere Farbe.

In Jerusalem ist man von China nach einem Jahrzehnt der wirtschaftlichen Annäherung völlig enttäuscht. Israel hat auf vieles verzichtet, um China näherzukommen. Angefangen von Warnungen vor Chinas zunehmender Kontrolle über strategische Vermögenswerte und Unternehmen in Israel bis hin zur Blockierung der Aussage eines Mossad-Agenten über Chinas Finanzhilfe für die Hamas, nur um Benjamin Netanjahus Staatsbesuch im Jahr 2013 zu ermöglichen. Israels gesamtes Konzept mit China ist zusammengebrochen. Es muss aus seinen Illusionen erwachen, aber es wird nicht leicht sein, die Brücken zu China abzubrechen. Wie der chinesische Präsident Xi Jinping im Juni ankündigte, wird China die Zusammenarbeit mit den Palästinensern verstärken und sich für eine dauerhafte Lösung der Palästinafrage einsetzen. Der Grund für den Besuch von Palästinenserchef Mahmud Abbas in China war Geld und die dringende Unterstützung der angeschlagenen palästinensischen Wirtschaft, die 2021 immerhin ein Defizit von 1,15 Milliarden Euro aufweisen wird. „Der Befreiungskampf ist das beste Geschäft für die reichen und politischen Familien der palästinensischen Führung“, sagte mir vor Jahren ein Palästinenser aus Ramallah. Die Länder überschwemmen die Palästinenser mit Spendengeldern und die Profiteure sind die reichen Familien um Mahmud Abbas und die Hamas-Familien im Gazastreifen. Khaled Mashaal, Ismail Haniya und andere sind reich geworden und haben sich in Katar niedergelassen.
Tatsache ist, dass der Palästina-Konflikt nur profitiert, weil Israel mit im Spiel ist. Sonst wären alle reichen Palästinenser in der Politik auch heute noch arme Menschen. Wer frustriert ist und die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit haben will, muss einen passenden Feind haben – und den haben die Palästinenser und nicht die Uiguren.





100% Tacheles! Volltreffer!
China, Russland und auch Türkei sind die schlimmsten Heuchler und Lügner, die es gibt.
Eigene Völker und Minderheiten werden gnadenlos verfolgt und unterdrückt, andere Konfliktherde werden nur genutzt, um sich reinzuwaschen und um dem Westen und Israel zu schaden und zu diskreditieren!
Gott hasst Heuchelei!
Der Herr schütze Israel!