(JNS) Vivian Silver glaubte, dass es in Gaza Partner für den Frieden gebe – und bezahlte dafür mit ihrem Leben. Silver war keine Politikerin. Keine Soldatin. Keine „Siedlerin“. Sie war eine lebenslange Friedensaktivistin, die ihre gesamte Identität dem jüdisch-arabischen Zusammenleben widmete.
Sie lebte im Kibbuz Be’eri, nur wenige Kilometer von Gaza entfernt, und widmete Jahrzehnte ihres Lebens der Hilfe für Palästinenser – insbesondere für Kranke, Arme und Schutzbedürftige.
Die 74-Jährige war eine der Gründungsfiguren von „Women Wage Peace“, einer Bewegung, die sich für Dialog, Versöhnung und eine Zweistaatenzukunft einsetzt.
Zudem engagierte sie sich ehrenamtlich bei der Organisation „The Road to Recovery“ und fuhr persönlich Palästinenser aus Gaza zu israelischen Krankenhäusern, um lebensrettende Behandlungen zu ermöglichen – krebskranke Kinder, Erwachsene mit dringendem Operationsbedarf. Meist Menschen, die sie nicht kannte, für die sie sich aber dennoch verantwortlich fühlte. Sie hatte ein außergewöhnlich großes Herz.
Nur wenige Tage vor dem 7. Oktober 2023 veranstaltete Silver ein internationales Treffen von Friedensaktivisten. Selbst als sich die Sicherheitswarnungen häuften, weigerte sie sich, die Vorstellung aufzugeben, dass Empathie Hass überwinden könne.
Am 7. Oktober wurde dieser Glaube verbrannt. Terroristen aus Gaza überschritten die Grenze nach Israel, drangen in den Kibbuz Be’eri ein und erreichten Silvers Haus. Hamas-Terroristen und gewöhnliche Gazaner setzten ihr Haus in Brand, und Vivian Silver wurde ermordet.
Wochenlang glaubte ihre Familie, sie sei nach Gaza verschleppt worden. Erst später bestätigte eine DNA-Analyse die Wahrheit. Sie war keine Geisel. Sie wurde dort getötet, wo sie lebte.
Ihr Sohn Yonatan Zeigen war während des Angriffs telefonisch mit ihr verbunden. Als er Schüsse vor ihrem Fenster hörte, sagte er ihr, sie solle auflegen und still bleiben. Sie schrieben sich weiter Nachrichten, während sich die Terroristen durch das Haus bewegten. Aus einem Schrank heraus schrieb Silver, sie seien im Haus. Sie wusste genau, was geschah.
Ihre letzte Nachricht an ihn war erschütternd: „Sie sind im Haus. Es ist Zeit, mit dem Scherzen aufzuhören und Abschied zu nehmen.“
Er antwortete, dass er sie liebe. Sie sagte ihm, dass sie ihn ebenfalls liebe. Ihre letzten Worte waren: „Ich fühle dich.“
Damit endete ihr außergewöhnliches Leben. Und das, was folgte, war ebenso bezeichnend.
Aus Gaza gab es keinen nennenswerten Aufschrei, der ihre Ermordung verurteilte. Keine Entschuldigung an ihre Familie. Keine öffentliche Auseinandersetzung damit, dass eine der engagiertesten Verbündeten der Palästinenser – eine Frau, die jahrzehntelang Gazaner Zivilisten geholfen hatte – lebendig verbrannt wurde.
Es geht nicht um Kollektivschuld. Es geht um kollektives Schweigen.
Silvers Leben und Tod entlarven eine Lüge im Kern der Zweistaatenfantasie, wie sie der Welt derzeit verkauft wird. Uns wird gesagt, wenn Israelis nur genug Wohlwollen, genug Zurückhaltung, genug Empathie, genug „Verständnis“ zeigten, werde der Frieden folgen. Silver tat alles, was man ihr sagte, was Frieden erfordere.
Sie widmete ihr Leben dem Wohl der Palästinenser. Sie lehnte Hass ab. Sie glaubte bis zu ihren letzten Augenblicken an Koexistenz. Es rettete sie nicht.
Damit komme ich zu meinem Punkt: Eine tragfähige Zweistaatenlösung erfordert mehr als nur Grenzen und internationale Konferenzen. Sie erfordert moralische Gegenseitigkeit – die grundlegende Anerkennung, dass diejenigen, die ihre Hand zum Frieden ausstrecken, nicht als Antwort ermordet werden dürfen.
Doch am 7. Oktober erhob sich die Gesellschaft in Gaza nicht, um Menschen wie Silver zu schützen. Sie trauerte danach nicht um sie; im Gegenteil, ihre Ermordung wurde dort gefeiert. Sie verlangte keine Rechenschaft für ihren Tod. Stattdessen: Schweigen.
Man kann keinen Staat allein auf der Grundlage von Klagen und Kränkungen errichten. Man kann keine Empathie verlangen, während man Barbarei entschuldigt. Und man kann seine engagiertesten Verbündeten ermorden und erwarten, dass die Welt weiter so tut, als habe sich nichts geändert.
Silver glaubte bis zu ihrem letzten Atemzug an Frieden mit ihren arabischen Nachbarn.
Die Frage ist nun nicht, ob Israelis die harte Realität anerkennen sollten, dass der jüdische Staat niemals einen Partner für den Frieden nebenan hatte und ihn sehr wahrscheinlich auch nie haben wird. Die Frage ist, ob die „unschuldigen Zivilisten“ von Gaza fähig sind, den Namen Vivian Silver auszusprechen – und anzuerkennen, was ihr angetan wurde.





Die Palästinenser werden von Jugend auf indoktriniert. Das ist klar und unmissverständlich – auch für die Geldgeber UNO, EU, etc. – aus den Schulbüchern in den Palästinensergebieten ersichtlich. Die palästinensischen Strippenzieher legen alles daran, dass potentielle Partner für den Frieden aus den eigenen Reihen im Keim erstickt werden. Wenn dann gewisse Geldgeber vor weiteren Zahlungen die Überarbeitung der Schulbücher anmahnen, wird kurzfristig Aktivismus betrieben und entsprechende Aktivitäten versprochen. Sind aber die Zahlungen erst eingetroffen, bleibt alles beim Alten. Genauso verhält es sich beim sog. «pay for slay», das gefallene Terroristen als Märtyrer ausweist und deren Familien fürstlich «entschädigt». Die Welt und insbesondere der Westen sind blind. Es ist auch entschieden weniger anstrengend, einfach die Augen vom Problem abzuwenden und zu zahlen, das Geld kommt ja eh von den Steuerzahlern und nicht von jenen, welche die Zahlungen freigeben.