Tacheles mit Aviel – Sind Erdbeben ein Zeichen Gottes?

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Wer mich kennt, weiß das. Mit Klartext und ohne Umschweife werde ich Themen auf den Kern der Sache bringen. Diesmal über das Erdbeben.

Israel hilft Syrien nach dem Erdbeben.
Israel hilft Syrien nach dem Erdbeben. Foto: shutterstock

Was will uns Gott mit dem Erdbeben in der Türkei und in Syrien sagen? Oder haben sich nur die Erdplatten aneinander gerieben? Der Mensch wird immer nach Antworten suchen, die er nicht immer erhalten wird. Aber die Not kann Völker näherbringen. Auch ein Zeichen, oder?

Die Länder nördlich von Israel, die Türkei und Syrien, wurden am Sonntag durch schwere Erdbeben erschüttert. Die Todeszahl in beiden Länder steht derzeit auf 5.000. Am Rande bebte auch in Israel die Erde, aber schwach. Bei uns wackelten nur die Lampen an der Decke. Egal, wo Naturkatastrophen passieren, sofort hat man mit den betroffenen Menschen Mitleid, auch mit den Syrern. Als die syrische Regierung Israel über einen dritten Vermittler um Hilfe gebeten hatte, hat mich das nicht gewundert. Auf dieses Zeichen habe ich gewartet, denn das ist typisch Israel.

Das zweite Erdbeben in der Osttürkei am syrisch-afrikanischen Grabenbruch. Die blauen und grauen Punkte in Israel zeigen, wo dies in Israel gespürt wurde.
Das zweite Erdbeben in der Osttürkei am syrisch-afrikanischen Grabenbruch. Die blauen und grauen Punkte in Israel zeigen, wo dies in Israel gespürt wurde.

Israel ist immer eines der Ersten, das seine Hilfe den Völkern anbieten, auch seinen Feinden. „Das jüdische Volk Israel ist mehr christlich als christliche Völker“, sagte mir einmal vor Jahren ein Rabbiner in Jerusalem. Habt ihr verstanden, was ich damit meine? Theoretisch ist das jüdische Volk nicht dem Gebot der Feindesliebe im Neuen Testament verbunden, denn es glaubt nicht an Jesus. Aber dennoch verhält sich das jüdische Volk oft christlicher als Christen. Jesus war Jude und so gehört dieses Verhalten wahrscheinlich zur jüdischen DNA. Dass Syrien später Israels Meldung dementierte, vom israelischen Feind Hilfe zu empfangen, mag stimmen. Wahrscheinlich musste Damaskus Israels Bereitschaft zu helfen, unter Druck des iranischen Ayatollah-Regimes in Teheran verleugnen. Aus einer Quelle unter Freunden wissen wir, dass Israel via Grenzübergang Quneitra auf den Golanhöhen seinem nördlichen Nachbarland Syrien humanitäre Hilfe leistet. Es ist nicht das erste Mal, dass Israel via Quneitra den Menschen in Syrien hilft. In den Anfangsjahren des syrischen Bürgerkriegs hat Israel hunderte Verletzte aus Syrien über Quneitra in israelische Krankenhäuser transportiert.

Naturkatastrophen wie Erdbeben führen jederzeit zu Diskussionen über das Verhältnis von Leid und Gottes Güte. Erdbeben galten in der Geschichte immer als Warnungen Gottes zur Umkehr. Schreckliche Erdbeben wie jetzt in der Türkei und in Syrien werden auch heute noch als Strafe gedeutet. In Synagogen, Kirchen und Moscheen wird darüber gepredigt und Philosophen interpretierten Erdbeben im Rahmen der Moral. In jüdisch religiösen Kreisen interpretiert man Erdbeben noch immer als ein Zeichen Gottes. Besonders in den religiösen Medien beschäftigt man sich seit gestern mit Gott und dem Erdbeben und stellt etliche Gründe dar. „Im Judentum werden für Erdbeben drei Gründe genannt. Den Zehnten geben, aber sündigen, die Zerstörung des Tempels, Israels Leid und Uneinigkeit. Punkte, die uns, nach dem schweren Erdbeben in der Türkei und Syrien bestärken müssen“, so die bekannte Webseite Hidadbroot.

Ich habe Videos aus Syrien gesehen, wie alles in der Moschee wackelt und die Moslems zu Allah flehten. Aus dem Neuen Testament werden Verse wie aus dem Matthäus Evangelium zitiert: „Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei, seht zu und erschreckt nicht. Das muss geschehen. Aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. Das alles aber ist der Anfang der Wehen“.

Ehrlich gesagt, die Worte passen zu unserer Zeit. Wir haben Kriege, Völker und Regierungen erheben sich einer gegen den anderen, Hungersnot und Erdbeben. Aber das kann wahrscheinlich jede Generation von sich behaupten. Erdbeben unterscheiden sich jedoch von anderen Katastrophen wie Überschwemmungen. Nicht wie früher, so weiß man heute, dass Menschen keinen Einfluss auf Erdbeben und tektonische Verschiebungen der Erdplatten haben, wobei Überschwemmungen hingegen als Folge des menschengemachten Klimawandels gedeutet werden können.

An der Küste von Tel Aviv tosen die Meere.
Der Sturm Barbara ist in Israel angekommen. An der Küste von Tel Aviv tosen die Meere.

In Israel wird alle hundert Jahre ein Erdbeben erwartet. Und in dieser Zeit befinden wir uns. 1834 bebte im Land die Erde, besonders in Jerusalem, Bethlehem und in der Judäischen Wüste bis zum Toten Meer und drei Jahre später überraschte noch ein stärkeres Erdbeben das Land. 1837 zerstörte ein Erdbeben die Stadt Safed in Galiläa vollständig und in Tiberias, am westlichen Ufers des See Genezareth, wurden große Teile der Stadt zerstört. Man vermutet ein Stärke 6,5 auf der Richterskala und etwa 7.000 Todesopfer. Zudem wurde von riesigen Wellen im See Genezareth berichtet.

Das letzte schwere Erdbeben wurde knapp hundert Jahre später, im Jahr 1927 aufgezeichnet. Während diesem Erdbeben wurde wiederholt Safed beschädigt und andere Städte wie Ramla, Lod und Nablus zerstört. Damals vermutete man eine Stärke 6,3 und 300 Tote, sowie tausend Verletze westlich und östliche des Jordanflusses. Nach Überlieferungen hat der Erdrutsch auch das Wasser im Jordanfluss gestoppt. Das stärkste Erdbeben seit der Gründung des Staates Israel wurde 1995 im Golf von Eilat registriert, als das Epizentrum im Roten Meer lag, etwa 150 km südlich von Eilat und verursachte dort erhebliche Schäden an Straßen und Gebäuden, es gab jedoch keine Verletzten.

Israel liegt genau auf dem Syrisch-Afrikanischen Grabenbruch, einem Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs, wo die Arabische und die Afrikanische Platte zusammenstoßen. Mit anderen Worten, Israel lieg in einem klassischen Erdbebengebiet. Im Durchschnitt findet alle hundert Jahre ein heftiges Erdbeben statt. Das letzte wurde 1927 im Toten Meer gemessen und daher wird in Israel angenommen – ein Zeichen – dass wir kurz vor dem nächsten Erdbeben stehen. Ich hoffe, dass unsere Feinde uns ebenso Hilfe anbieten werden, so wie es Israel in den letzten 75 Jahren immer wieder getan hat. Amen.

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Patrick Callahan

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3 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – Sind Erdbeben ein Zeichen Gottes?”

  1. Zeev Baranowski sagt:

    Fakt ist …
    die aktuelle Hofierung und Sympathien der Türkei und Syrien gegenüber den Terroristen-Vereinigungen und ISRAEL-Gegnern der HAMAS und FATH !!!

    Folge davon ist …
    die Strafe Gottes durch Naturkatastrophen !!!

    3300 Jahre altes Beispiel …
    Die Strafen und Plagen Ägyptens bedingt durch die damalige Versklavung der 12 Stämme Israels.
    ——————–
    Dass hier in allen Fällen leider auch unzählige Unschuldige mitleiden, wäre eine Diskussion über das “Verhältnis von LEID und GOTTESGÜTE” wert.

  2. Erich Klein sagt:

    Naturkathastrophen und Pestilenz haben Immer ihre Ursache und jene liegt im „Abfall von Gott“sehe die Tempelzerstörung 70 n.Chr und das Göttliche Urteil an Pompej 79 n.Chr,achtet auf die Zahlen 7=göttliche Fülle u.9=Gericht,Gesetz
    9+7=16(1+7) die Offb.Kapitel 16 ist der Beginn der 7 Zornschalen.
    jede Zahl im AT+NT (Kapitel,Verse) haben ihren Ursprung in Göttlicher Gerechtigkeit.Gott ist der größte Mathematiker,das ganze Universum ist auf Zahlen aufgebaut.sozusagen der Geist Gottes und gibt der Heiligen Schrift ihr Salz, zum Wort Gottes.“hier ist Verstand vonnöten die Weisheit besitzt der Rechne mit Ihnen.13,18,23

  3. hdfuerst sagt:

    Ja, Erdbeben sind auch als das Einschreiten Gottes zu erwarten, wie das z.B. in Jecheskel andeutungsweise vorausgesagt wurde.

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