US-Präsident Donald Trump inszeniert sich als der Architekt einer neuen Ordnung im Nahen Osten, und auf den ersten Blick scheinen die Fakten ihm recht zu geben: Die Geiseln sind zurück, die arabischen Partner sitzen wieder am Tisch und Israel wird als Sieger gefeiert. Doch wer tiefer blickt, erkennt, dass diese amerikanische Dominanz für Israel zu einem goldenen Käfig geworden ist. Trumps Politik ist transaktional, sie basiert auf dem „Deal“, dem schnellen, sichtbaren Erfolg. Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Preis für diesen diplomatischen Triumph und die Rückkehr der 20 lebenden Geiseln eine unsichtbare Garantie für das Überleben der Hamas war – ein Kompromiss, der in Washington als Sieg verkauft werden kann, in Jerusalem aber das strategische Versprechen, die Bedrohung an der Wurzel zu packen, aushöhlt.
Wir leben in einer Sicherheit, die von der Laune eines Präsidenten abhängt, während unsere Feinde – sei es die Hamas im Süden, die Hisbollah im Norden oder der wiedererstarkte Iran im Osten – diese Phase der geduldeten Ruhe nutzen, um sich neu zu formieren....
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