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Tacheles mit Aviel – Israel rettete die Kinder aus der Hölle

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Die palästinensischen Kinder des SOS-Kinderdorfes in Rafah wurden von Israel aus der Hölle im Gazastreifen gerettet. Doch das wird in einem Newsletter des SOS-Kinderdorfes in Rafah verschwiegen. 

Kinder in Rafah. Foto von Abed Rahim Khatib/Flash90

Erinnert ihr euch noch an den Artikel „SOS-Barmherzigkeit: Von Gaza nach Bethlehem“, den wir am 13. März veröffentlicht haben? Im März, mitten im Krieg, genehmigte Israel die Evakuierung von 68 palästinensischen Waisenkindern aus Rafah im Gazastreifen nach Bethlehem, eine Aktion, die von der israelischen Armee überwacht wurde. Ich bin stolz auf unsere Regierung, unsere Soldaten und unser Volk, dass sie mitten im Krieg gegenüber ihren Feinden so barmherzig sind. Israel musste den Waisenkindern nicht erlauben, das Land von Gaza nach Bethlehem zu durchqueren. Natürlich erwartet man das immer von Israel, aber umgekehrt hätte niemand von den Palästinensern oder der Hamas erwartet, dass sie so viel Barmherzigkeit gegenüber jüdischen Waisenkindern zeigen. Dann bekam ich den Newsletter von Samy Ajjour, dem Leiter des SOS-Kinderdorfes in Rafah. Darin war kein Wort über die israelische Hilfe zu lesen. Null!

„Barmherzigkeit muss manchmal in aller Stille geschehen, wie vor einigen Tagen, als Israel 70 palästinensische Waisenkinder aus dem Gazastreifen in die palästinensischen Gebiete von Judäa und Samaria brachte.“ So hatte ich meinen Artikel begonnen und zum Schluss habe ich mir gewünscht, dass die lieben Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfes in Bethlehem ein kurzes und liebevolles Wort über Israel sagen. „Es ist doch so, dass die 70 Waisenkinder ins SOS-Kinderdorf nach Bethlehem gebracht wurden und Israel damit eine Geste gegenüber seinen Feinden gemacht hat, obwohl die Feinde Israels noch nie Rücksicht auf Israel genommen haben, geschweige denn Barmherzigkeit gezeigt haben.


Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, dankte Israel in einem Post auf X für die „wichtige humanitäre Geste„.

Nun wünsche ich mir, dass die lieben Mitarbeiter (wahrscheinlich Christen) im SOS-Kinderdorf in Bethlehem ein liebes Wort über Israel sagen. Danke für die Barmherzigkeit. Danke, dass Bibi es leise getan hat, damit seine beiden Minister die Rettungsaktion nicht verhindern. Ich lasse mich überraschen, ob aus Bethlehem etwas Positives über Israel gesagt wird“. So der Text vor knapp drei Wochen.

Ende März erhielt ich einen Newsletter von Samy Ajjour, dem Leiter des SOS-Kinderdorfes in Rafah, in dem er über das Leid der palästinensischen Kinder in der Hölle von Gaza schreibt.

„Vor knapp zwei Wochen konnten wir kurz aufatmen: 68 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Rafah in Gaza konnten nach Bethlehem evakuiert werden. Wir berichteten darüber in unserem Newsletter und das Thema ging durch die Medien. Langsam gewöhnen sich die 68 hoch traumatisierten Kinder daran, ohne Bomben einzuschlafen und ohne Rationierung zu essen. Doch neben all der Erleichterung ist uns schmerzlich bewusst, dass weiterhin unzählige Kinder jeden Tag in der Hölle von Gaza leiden müssen. Sie brauchen dringend unsere Hilfe!

Auf der Webseite „SOS-Kinderdörfer“ schreibt die freie Autorin Simone Kosog, ich zitiere:

„Insgesamt 68 Kinder sowie 11 Mitarbeitende und Angehörige aus dem SOS-Kinderdorf Rafah in Gaza sind evakuiert worden. Über diplomatische Kanäle haben wir mit allen zuständigen Behörden zusammengearbeitet, um die Kinder und Erwachsenen nach Bethlehem im Westjordanland zu bringen, wo sie am 11. März sicher angekommen sind. Wir sprechen dem deutschen Außenministerium unseren großen Dank für die Koordination aus.“

Auch veröffentlichte dieselbe Autorin auf der Webseite ein Gespräch mit Samy Ajjour, über die Evakuierung und die Situation der palästinensischen Waisenkinder, indem Samy nichts über Israels Geste sagt. Stille!

Das war zu erwarten. Ich hatte geahnt, dass die Evakuierung der palästinensischen Waisenkinder von Rafah nach Bethlehem von den Medien ausgeschlachtet werden würde, ohne auch nur ein Wort über die Hilfe Israels zu verlieren. Wie kamen die Kinder von Rafah nach Bethlehem? Über den Mond oder durch einen unterirdischen Tunnel von Gaza nach Bethlehem? Samy und seine SOS-Organisation bedanken sich herzlich bei der deutschen Botschaft, nicht aber bei der rechtsgerichteten israelischen Regierung. Wofür genau hat sich Samy bei der deutschen Botschaft bedankt, dass sie dafür gesorgt hat, dass die Busse aus dem Gazastreifen bis nach Bethlehem von deutschen Soldaten begleitet werden? Oder was? Die deutsche Botschaft hat sich bei der israelischen Regierung dafür eingesetzt, dass diese Rettungsaktion in Israel mithilfe der israelischen Armee und Sicherheitskräften durchgeführt werden konnte. Warum ist es immer so schwer, das öffentlich zuzugeben oder in einem kurzen Satz zu erwähnen? Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ihre Ausrede immer die gleiche ist: „Wir können Israel dafür nicht loben, weil wir damit unsere anderen Kinder im SOS-Kinderdorf in Rafah in Gefahr bringen“. Die Angst vor den eigenen Brüdern und Schwestern, der Hamas, ist schlimmer als die Angst vor Israel. Es ist immer das Gleiche, und so kommt die Wahrheit nicht ans Licht, denn in Bezug auf Israel ist die Wahrheit für die palästinensischen Christen keine Befreiung.


Einerseits predigen die Christen Barmherzigkeit, aber wenn es darauf ankommt, können sie nicht einmal laut Danke sagen, wenn Israel und die Juden den palästinensischen Kindern gegenüber barmherzig sind. Im Krieg ist niemand dem anderen etwas schuldig, auch Israel nicht, und doch ist Israel diesen Kindern mit Liebe begegnet. Ich bezweifle, dass diese palästinensischen Kinder während ihrer Reise durch das Land von den Erwachsenen, die sie begleiteten, etwas über diese Liebe der Israelis erfahren haben. Ich habe eine Mail an Samy geschrieben, um ihn direkt darauf anzusprechen und ihn zu fragen, warum er nicht ein kleines Dankeschön nach Israel geschickt hat. Bisher keine Reaktion auf meine Mails. Auch die Telefonnummer des SOS-Kinderdorfes in Bethlehem habe ich angerufen, keine Reaktion.

Die SOS-Kinderdörfer sind in 138 Ländern an 684 Standorten tätig und betreuen weltweit über 296.000 Kinder. Ich habe Respekt davor und kann es wirklich nur loben. Kinder müssen aus den Konflikten und Kriegen der Erwachsenen herausgehalten werden. In der Länderliste auf der Website finden sich Israel und Palästina. In jedem Land wird über die Arbeit und die Not berichtet. Bei Palästina ist nur von der Not der palästinensischen Kinder die Rede, bei Israel auch nur von der Not der palästinensischen Kinder in Palästina – erwähnt wird nur ein Gespräch mit Nelly Geva, der Nationaldirektorin der SOS-Kinderdörfer in Israel.

Tacheles, wer diese palästinensischen Kinder aus der Hölle des Gazastreifens gerettet hat, war Israel und die israelische Armee, ohne Erlaubnis, Begleitung und Durchreise durch das Land wären diese Kinder immer noch im Gazastreifen. Die Erlösung kommt von den Juden, aber Christen und Muslime können das nicht ohne weiteres zugeben, am wenigsten palästinensische Christen. Die israelischen Geiseln sind immer noch in der tiefen Hölle von Gaza und es sieht nicht so aus, als ob eine palästinensische Erlösung für die jüdischen und israelischen Geiseln kommen wird, wie es die jüdische Regierung getan hat. Verlangen wir zu viel? Nur ein kleines Dankeschön, das ist alles!

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – Israel rettete die Kinder aus der Hölle”

  1. j-glaesser sagt:

    Samy Ajjour, Leiter des SOS-Kinderdorfs Rafah – Interview:

    Das deutsche Außenministerium war maßgeblich an der Evakuierung beteiligt und hat sie koordiniert und begleitet. Besteht da weiterhin Kontakt?

    Nachdem wir in Bethlehem angekommen sind, haben die Mitarbeitenden des deutschen Außenministeriums einen Abend mit uns verbracht. Sie bleiben in Verbindung und wollen wissen, wie es uns geht. Sie haben einen großartigen Job gemacht. Wir sind uns sehr bewusst, dass die Evakuierung ohne sie nie möglich gewesen wäre. Ein kleines Detail: Ich bin in Dortmund geboren und hatte von daher immer eine besondere Beziehung zu Deutschland. Aber nie hätte ich mir vorstellen können, dass Deutschland mal unser Leben retten würde. Ich bin von ganzem Herzen dankbar.

    Quelle: sos-kinderdoerfer.de

  2. brigit.baumann sagt:

    Die netten und edlen Gesten Israels sind endlos, wie es weltweit KEINE Partei im Krieg tun würde – und die Hamas-Palästinenser entfernen sich keinen Zentimeter von ihrem Ziel weg, es wird leider auch von niemandem verlangt. WARUM in aller Welt ist Israel das Wohl der feindlichen Nationen wichtiger als das ihrer tapferen Verteidiger: IDF und Pioniere in Judäa Samaria? Und schlussendlich auch das der Geiseln.
    Man kann davon ausgehen, dass die geretteten Waisen, die in die PA gebracht wurden, zu gefährlichen Anti-Israeliten herangezogen werden.

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