Die westlichen Regierungen und die Vereinten Nationen möchten Ihnen wirklich weismachen, dass im Gazastreifen eine lebensbedrohliche Hungersnot und Massenhungersnot herrscht, obwohl täglich enorme Mengen an Hilfsgütern in die Küstenenklave gelangen.
Das Problem ist nur, dass die offiziellen Messgrößen zur Bestimmung von Hungersnot diese Darstellung nicht stützen.
Also hat die Integrierte Klassifizierung der Ernährungssicherheit (IPC) still und leise ihre Messgrößen geändert.
Laut einer Untersuchung des Washington Free Beacon hat die IPC in ihrer Juli-Einschätzung die seit langem etablierten Messgrößen auf der Grundlage von Gewicht und Größe (die weltweit seit Jahrzehnten verwendet werden) verworfen und sich für eine weniger genaue, leichter zu manipulierende Messgröße entschieden: den Oberarmumfang (MUAC). Ebenso bemerkenswert ist, dass sie den erforderlichen Schwellenwert für Unterernährung um die Hälfte gesenkt hat – von 30 % auf nur noch 15 %.
Plötzlich überschreitet Gaza die neue Grenze. Zufall?
Erfahrene humanitäre Experten schlagen Alarm. „Eine ziemlich große Veränderung“, sagte einer. Ein anderer brachte es auf den Punkt: „Das ist ein Problem.“
Die Ironie ist offensichtlich: Medien und UN-Organisationen schreien jetzt „Hungersnot“ – aber nicht, weil die Situation in Gaza die alte Schwelle überschritten hat. Das hat sie nicht. Sie haben einfach die Messlatte verschoben.
Um es klar zu sagen: Gaza leidet. Aber Fakten sind wichtig. Von den drei untersuchten Regionen
- wies Gaza-Stadt nach der neuen Messmethode eine Unterernährungsrate von 16,5 % auf – knapp über der revidierten Schwelle.
- Deir al-Balah und Khan Younis lagen unter 8 % – nicht einmal annähernd an der neuen Schwelle, geschweige denn an der alten offiziellen Marke von 30 %.
Doch plötzlich rollt die Hungersnot-Erzählung wie ein Donnerschlag. Warum?
Eine willkommene Krise
Die globale Medienmaschinerie lebt von Bildern, nicht von Methodik. Ein paar sorgfältig ausgewählte Statistiken – ohne Kontext und gepaart mit emotionalen Schlagzeilen – reichen aus, um Israel vor dem Gericht der öffentlichen Meinung anzuklagen.
Der IPC sagt, seine Daten seien „indikativ“, nicht definitiv. Aber der Schaden ist angerichtet. „Hungersnot“ wird zur Waffe. Und ihre Ziele sind nicht die Bewaffneten, die Hilfsgüter horten – es ist das einzige Land, das tatsächlich versucht, Lebensmittel ins Land zu bringen, ohne sich die Bedingungen von der Hamas diktieren zu lassen.
Siehe auch: Israel entlarvt den Hunger-Bluff der Hamas
Dies ist keine Geschichte über die Unterernährung von Kindern. Es ist eine Geschichte über die Glaubwürdigkeit von Institutionen – und darüber, was passiert, wenn internationale Gremien Messgrößen so zurechtbiegen, wie es ihrer Darstellung passt.
Israel hat keine Angst vor Rechenschaftspflicht. Aber es wird niemals fair behandelt werden, wenn die Karten ständig gegen das Land manipuliert werden.




