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„Schöpfer der Hoffnung“: Kunst als Weg zur Heilung

Wie verwundete Soldaten und Nova-Überlebende durch Kreativität ihre Traumata verarbeiten und neuen Lebensmut finden.

Foto: IDF

Die Ausstellung „Schöpfer der Hoffnung“ bietet eine Bühne für verwundete Soldaten und Überlebende der Nova-Tragödie, die sich in der Rehabilitation befinden. Durch Kunst und kreativen Ausdruck durchlaufen sie einen tiefgreifenden Heilungsprozess und setzen sich mit den traumatischen Erlebnissen des Krieges auseinander. Sergeant Elisha, der das Projekt initiiert und in der vergangenen Woche erstmals vorgestellt hat, erzählt, wie die Idee entstanden ist, wie Kunst zur Genesung beiträgt und was ihn dazu bewogen hat, zum ersten Mal einen Pinsel in die Hand zu nehmen.

Schon beim Betreten des hell erleuchteten Raumes fällt der Blick auf farbenfrohe Gemälde, funkelnden Schmuck und lachende Gesichter. Dass sich hinter jedem Stand eine Geschichte von Überleben und Neuanfang verbirgt, mag man auf den ersten Blick kaum glauben. Doch auf den zweiten Blick wird klar: Diese Ausstellung ist weit mehr als eine Ansammlung von Kunstwerken. Die Künstler tragen eine besondere Geschichte in sich – sie sind Überlebende von Nova oder Kriegsversehrte.

Das Projekt „Schöpfer der Hoffnung“ wurde von Sergeant Elisha und seinem engen Freund und Kameraden Sergeant Itai ins Leben gerufen. Beide wurden bei Kämpfen im Gazastreifen schwer verletzt. „Die Idee entstand aus unserer eigenen Verarbeitung des Erlebten“, erklärt Elisha. „Ich wurde schwer verletzt, als mein Team ein Gebäude im nördlichen Gazastreifen stürmte. Ich stürzte 15 Meter in die Tiefe und meine Kameraden dachten, sie hätten mich verloren – aber wie durch ein Wunder überlebte ich. Nach Operationen im Ichilov-Krankenhaus begann ein langer Rehabilitationsprozess.

Elisha und Itai in der Rehabilitation, Foto: IDF

Etwa eine Woche nach seiner Verletzung kam eine Malerin auf die Station, auf der Elisha behandelt wurde. „Ich dachte: ‚Warum nicht? Ich werde es einfach versuchen. Obwohl ich keinerlei künstlerische Erfahrung hatte, gab mir das Malen eine unglaubliche innere Freiheit. Plötzlich hatte ich eine Möglichkeit, meine Gedanken und Gefühle auszudrücken. Als ich merkte, wie positiv sich das auf mich auswirkte, schlug ich Itai vor, es auch zu versuchen.

Bald darauf war die Idee einer einzigartigen Kunstausstellung geboren, die Elisha gemeinsam mit Itai in die Tat umsetzte. „Wir begannen, Künstler zu suchen – Überlebende von Nova und Kriegsverletzte – und fanden schließlich einen geeigneten Raum für unsere Ausstellung“, erzählt er. „Mehr als fünf Monate haben wir daran gearbeitet. Ich befand mich noch in der Anfangsphase meiner Rehabilitation und kam mit Krücken zu den Treffen.

Itai Dori, der fast zehn Monate kämpfte, bevor er durch Schüsse eines Scharfschützen verletzt wurde, sieht in der Kunst seine wichtigste Möglichkeit, die Erlebnisse auf dem Schlachtfeld zu verarbeiten und auszudrücken. Foto: IDF

Am Tag der Veranstaltung stellen 14 verwundete Soldaten und Überlebende von Nova ihre Werke zum Verkauf aus. Elisha und Itai können ihre Emotionen kaum verbergen. „Mein Herz schlägt wie verrückt“, gesteht Itai. Gemeinsam gehen sie durch die Reihen der Künstler, sprechen mit den Besuchern und treffen alte Kameraden, die sie mit ihrer Anwesenheit überraschen.

Ariel Sa’at, der am 7. Oktober in Kfar Aza schwer verletzt wurde, beschreibt Kunst als einen Raum, in dem er seine eigene Realität gestalten kann, Foto: IDF

„In jeder Form von Kunst – ob Malerei, Schmuck oder Holzarbeiten – spiegeln sich Schmerz und Hoffnung wider. Kunst heilt“, erklärt Elisha. „Für mich bedeutet sie Hoffnung und Heilung. Ich bin stolz, heute hier zu sein und Menschen wie mir eine Plattform zu bieten.

„Kunst bringt uns Heilung und ist unser Weg nach vorne“, fügt Itai hinzu. „Körper und Seele müssen gemeinsam behandelt werden, um innere Kraft zu schöpfen – für uns selbst, für unsere Freunde und für die Menschen um uns herum. Diese Ausstellung beweist, dass aus den dunkelsten Momenten das hellste Licht entstehen kann“.

Foto: IDF
Ein Bericht der IDF

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Patrick Callahan

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