Als Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag nach Washington aufbrach, veröffentlichte eine Gruppe verwundeter Veteranen der israelischen Streitkräfte einen eindringlichen offenen Brief, in dem sie ihn aufforderten, den Kurs in Gaza beizubehalten und den Krieg mit einem „absoluten Sieg“ zu beenden.
Das Wounded Warriors Forum, das sich aus Soldaten zusammensetzt, die nach dem 7. Oktober verletzt wurden, veröffentlichte den Brief am Sonntag in den sozialen Medien. Ihre Botschaft war klar: „Ein absoluter Sieg in Gaza ist keine Option – er ist eine Notwendigkeit.“
In dem Brief beschreiben die Mitglieder, wie sie in Tunneln gekämpft, Kameraden unter Beschuss gerettet und nach Geiseln gesucht haben – und dabei sowohl körperliche als auch seelische Opfer gebracht haben. „Wir wurden verwundet, um zu gewinnen“, schrieben sie.
Die Gruppe äußerte sich frustriert über die Kriegsführung und kritisierte die israelische Armee dafür, dass sie sich aus Stellungen zurückzog, um sie dann unter hohen Verlusten wieder einzunehmen. „Jeder Deal, der die Hamas wieder an die Macht bringt oder ihr Luft zum Atmen verschafft, ist Verrat“, heißt es in dem Brief.
Sie verurteilten auch Forderungen, die Bewohner Gazas in alle Teile des Gazastreifens zurückkehren zu lassen, und wiesen darauf hin, dass „alle an Mord, Plünderung und Terror“ am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen seien.
Ihr Appell endet mit einer eindringlichen Forderung an Netanjahu: „Kommen Sie nicht mit Versprechungen, bringen Sie den Sieg. Es wird keine zweite Chance geben.“
Das Forum, das Hunderte von verwundeten Soldaten vertritt, plädiert für einen vollständigen Strategiewechsel: Besetzung des Gazastreifens, Zerschlagung der Hamas und langfristige Sicherheit für Israel.




