Raketen, Medaillen und Corona

Corona, Raketen im Norden und eine weitere Goldmedaille für Israel sorgten für ein abwechslungsreiches Wochenende

Israelis genießen den Sommer in Birkat Ram in den Golanhöhen Foto: Michael Giladi/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Ein angenehmes Wochenende liegt jetzt schon wieder hinter uns. Damit ist eine Woche zu Ende gegangen, die von drei Dingen geprägt war, wie in der Überschrift bereits erwähnt: Raketen, Medaillen und leider auch Corona.

Dass Corona jetzt wieder immer mehr unser tägliches Leben bestimmt, ist leider nichts Neues. Heute beginnt eine weitere Stufe im Rahmen der Einschränkungen, für die sich unsere „Regierung des Wandels“ entschlossen hatte, um eine weitere Ausbreitung der „Delta-Variante“ zu verhindern. Ab heute muss an Orten wie Restaurants, Kinos, Theater, Fitnesszentren, bei Veranstaltungen und auch in Synagogen der grüne pass gezeigt werden, oder ein negatives Testergebnis. Zusammen mit der dritten Schutzimpfungen für die über 60-Jährigen soll der angedrohte Lockdown ab Anfang September noch verhindert werden. Die endgültige Entscheidung darüber soll in etwa zwei Wochen fallen, sollte es dann in den Krankenhäusern mehr als 600 schwer an Corona Erkrankte geben. Heute früh wurde von 324 Schwerkranken berichtet. Die Zahl verdoppelt sich jede Woche. Sollte es also so weitergehen und die Impfung nicht helfen, dann werden wir die Feiertage wohl leider zu Hause im engsten Familienkreis verbringen. Warten wir einfach ab, mehr kann ich nicht dazu sagen.

Die Israelis wollen auf ihren Urlaub im Ausland nicht verzichten

Den Israelis scheint das alles nicht allzu viel zu interessieren, sie strömen weiterhin zum Flughafen, um in den Urlaub zu fliegen, trotz der Quarantänepflicht nach der Rückkehr aus den meisten Ländern. Insgesamt 500.000 Israelis sind allein im Monat Juli ins Ausland geflogen. Andersrum sieht es leider nicht gut aus. Ganze 50.000 Touristen sind im Juli in Israel gelandet. Dabei handelt es sich größtenteils um Reisegruppen, die dazu im Rahmen eines Pilotprojekts eine Genehmigung bekommen haben. Einzelpersonen können nur einreisen, wenn sie eine Sondergenehmigung haben, dabei handelt es sich meistens um Juden oder Lebenspartner und Verwandte von Israelis. Die „normalen“ Touristen müssen sich leider noch gedulden, ab wann nun geimpfte Touristen endlich wieder unser Land besuchen können, ist unklar. Die Entscheidung darüber wurde erstmal bis auf Weiteres verschoben.

 

Raketen, diesmal aus dem Norden

Leider ist es auch ohne Corona alles andere als langweilig bei uns. Das Wochenende begann mit der Meldung über die Raketenangriffe aus dem Libanon. Die „Eisenkuppel“, also der Iron Dome, auf Hebräisch „Kipat Barzel“, hatte wieder Einiges zu tun, diesmal im Norden. Zur gleichen Zeit begnügten sich die Terroristen im Gazastreifen mit dem Schicken einiger Feuerballons, die unter anderem zu einem Brand im Vorgarten eines Israelis führten. So hatte unsere Armee am Wochenende viel zu tun und reagierte mit Angriffen im Norden und Süden. Sicherheitsexperten sagten gestern, dass sie in nicht allzu langer Zeit eine Militäraktion im Norden erwarten. Dabei ist der Norden gerade jetzt Anziehungspunkt tausender israelischer Touristen. Auch die Raketen vom Wochenende scheinen sie nicht sonderlich beeindruckt zu haben (siehe Titelbild oben). Stornierungen von Ferienzimmern hat es bis jetzt noch nicht gegeben.

Trotz Raketen, Israelis wandern in den Golanhöhen

Und noch einmal Gold

Und dann gab es am gestrigen Schabbat noch einen ganz besonderen Augenblick. Die zweite Goldmedaille für Israel! Wir saßen gestern mit der gesamten Familie vor dem Bildschirm und haben mitgezittert, als die israelische rhythmische Sportgymnastin  Linoy Ashram ihre Übungen mit vier verschiedenen Geräten durchführte. Am Ende gewann die 22-Jährige eine für Israel historische Goldmedaille. Für Israel war es mit vier Medaillen, 2 Gold und 2 Bronze, die erfolgreichste Olympiade überhaupt.

Linoy Ashram mit der dritten Goldmedaille bei einer Olympiade in der Geschichte Israels

Der Moment, an dem bei der Verleihung der Medaillen die israelische Nationalhymne gespielt wird, ist einfach unbeschreiblich. Ja, für uns Israelis ist so etwas wichtig. Wie eine Bestätigung für unsere Existenz. Schon 1977 sagte der Basketballspieler Tal Brody nach dem ersten Europapokalgewinn von Maccabi Tel Aviv: „Israel ist auf der Karte und das nicht nur im Sport!“

Und jetzt zum Wetter. In der neuen Woche verabschieden wir uns auch von der Hitzewelle, die uns in der vergangenen Woche begleitet hat. Jetzt soll es nur noch normal heiß werden.

 

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt bis heiter mit einem Rückgang der Temperaturen, es bleibt allerdings der Jahreszeit entsprechend heiß. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 30 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Beersheva 36 Grad, Eilat am Roten Meer 42 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter gesunken und liegt jetzt bei – 209,88 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 1,08 Meter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag und eine gute neue Woche. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Modiin!

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