Rückkehr der Touristen

Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr ist wieder eine Reisegruppe aus Deutschland im Heiligen Land unterwegs.

von Dov Eilon |
Foto: Werner Hartstock

Ende Mai begann in Israel ein Pilotprojekt für die Rückkehr der Touristen nach Israel. Im Rahmen dieses Projektes erlaubte das israelische Touristenministerium insgesamt 20 Reisegruppen die Einreise nach Israel. Voraussetzung war, dass alle Teilnehmer der Gruppe geimpft sein müssen.

Werner Hartstock von den sächsischen Israelfreunden, der schon etliche Male Reisegruppen in das Heilige Land gebracht hat, wollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und begann sofort, eine Gruppe für die erste Reise nach Israel seit über einem Jahr zusammenzustellen.

Seine Mühen sollten Früchte tragen und die Gruppe der Israelfreunde war die einzige Reisegruppe aus Deutschland, die vom israelischen Touristenministerium die Erlaubnis zur Einreise erhalten hat.

Endlich wieder in Israel, da macht auch das Warten auf die Koffer Spaß

Am Sonntagabend war es dann so weit, die ersten 9 deutschen Touristen landeten auf dem Ben Gurion Flughafen. Dort musste man dann erstmal mit der Bürokratie fertigwerden, dazu gehörte auch ein Coronatest. Danach konnten sie dann endlich wieder die Luft in Israel schnuppern.

Im Gespräch mit Israel Heute sagte Werner Hartstock, dass die Gruppe noch viel größer hätte sein können, wenn die Impfung nicht die Voraussetzung zur Einreise gewesen wäre. Viele haben einfach noch keinen Impftermin bekommen. In Deutschland ist die Impfaktion erst in der letzten Zeit besser in Gang gekommen.

Alle Teilnehmer der Gruppe seien schon mehrmals in Israel gewesen, erzählt Hartstock weiter. „Sie hatten eine große Sehnsucht, das Land und sein Volk endlich wiederzusehen.“

Bei der Ankunft habe man sofort ein Gefühl der Freiheit empfunden, da Israel schon seit längerer Zeit wieder in das normale Leben zurückgekehrt sei. Das habe man sofort gespürt, sagte Hartstock begeistert.

Der erste Tag war gleich voller interessanter Programmpunkte. Nachdem man von den israelischen Behörden von der Quarantänepflicht befreit worden war, ging es los. Zuerst wurde das gerade neu eröffnete Diasporamuseum ANU in Tel Aviv besucht. Danach spazierte man auf dem Rothschild Boulevard, um etwas von der besonderen Atmosphäre Tel Avivs einzufangen. Dann ging es dann zum Shimon Peres Peace Center.

Ein Traum wurde wahr, endlich wieder in Israel

Die Reisegruppe wird eine ganze Woche in Israel bleiben. Morgen geht es in die Berge Samarias, am Abend wird die Gruppe dann den See Genezareth erreichen. Auch auf dem Programm steht ein Besuch in der Stadt der Erzväter, Hebron. „Hebron ist mir sehr wichtig, weil dort die Vorväter und Mütter Israels leben und wir den dort lebenden Juden den Rücken stärken wollen“, erzählt Hartstock.

Es sei wunderbar, Menschen nach Israel bringen zu können. Werner Hartstock sieht dies als seine Berufung. Ab Freitag wird die Gruppe dann in Jerusalem sein, wo ein reichhaltiges Programm auf sie wartet.

Werner Hartstock (erster von links) sieht es als seine Berufung, Menschen nach Israel zu bringen

Bevor es dann am kommenden Sonntag wieder zurück nach Deutschland geht, wird die Gruppe die Redaktion von Israel Heute besuchen. Auch das ist ein ganz besonderer Moment, denn es ist die erste Gruppe, die wir bei uns in der Redaktion empfangen werden. Wir werden natürlich von diesem Treffen berichten.

Wir hoffen, dass noch viele weitere Gruppen folgen werden.

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